Ob selbst gebackene Kuchen vom Café Glasklar aus Neuglobsow, Großmutzer Mini-Rouladen vom Bauernhof Koch oder Käse von der Milchmanufaktur Velten: Für alle Geschmäcker ist etwas dabei.
Seit 20 Jahren ist auch die Bäckerei Plentz mit ihren Waren auf der Grünen Woche vertreten. "Wir wollen in diesem Jahr unsere neue Produktserie vorstellen", sagt Inhaber Karl-Dietmar Plentz bei der Vorstellungsrunde der zwölf Oberhaveler Aussteller am Donnerstag. "Bei uns steht die Biene im Mittelpunkt, wir haben viele Backwaren mit Honig im Angebot." Neben der Möglichkeit, seine Produktpalette einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, bietet die Ernährungsmesse aber noch andere Reizpunkte, so Plentz. "Dort lernt man unheimlich viele interessante Menschen kennen, mit denen man sich vernetzen kann."
Das hat Plentz auch bereits mit dem Spargelhof Kremmen gemacht. Auch dieser bietet der Biene an seinem Stand eine Plattform. "Nachhaltigkeit ist bei uns ein ganz großes Thema", sagt Spargelhof-Geschäftsführer Malte Voigts. "Wir wollen den Besuchern erklären, was wir in diesem Bereich machen und warum wir das tun, zum Beispiel neben unseren Anbauflächen Blühstreifen für Bienen anlegen."
Neben den altbekannten Gesichtern verschaffen sich in diesem Jahr auch zwei neue Unternehmen aus Oberhavel einen ersten Eindruck von der Grünen Woche: die Agrar GmbH Kraatz mit einer Milchtankstelle und Fleischprodukten sowie das Café Glasklar mit Bioprodukten aus regionalem Anbau mit dem Hauptaugenmerk auf selbst gebackenen Kuchen.
Einig sind sich alle Oberhaveler Aussteller darin, dass man die Besucher nicht nur mit den eigenen Leckereien, sondern auch mit dem bereits angesprochenen Thema Nachhaltigkeit für sich begeistern wolle. "Es ist einfach zeitgemäß, sich damit auseinanderzusetzen und verstärkt auf regionale Produkte zu setzen", sagt Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz.
Brandenburghalle in neuem Gewand
Landrat Ludger Weskamp unterstützt diesen Gedanken und, hofft, dass viele Besucher zu den Oberhavel-Ständen kommen. "Die Grüne Woche ist das erste Highlight des Jahres", sagt er. "Das ist die ideale Gelegenheit, neue Kunden zu gewinnen. Denn natürlich geht es bei der Messe auch um die Präsentation und Marketing."
Auch der Landkreis wolle sich deshalb von seiner besten Seite zeigen, betont der Landrat. "Wir setzen dabei auf Tradition. Allerdings wird sich auch vieles ändern." Die offensichtlichste Veränderung wird die Gestaltung der Brandenburghalle sein. "Sie wird moderner und aufgeräumter aussehen", so Weskamp. "Den traditionellen Pavillon gibt es nicht mehr, der Gemeinschaftsstand unseres Landkreises fügt sich in die Gesamtgestaltung mit ein. Das ist übersichtlicher und bringt den Ausstellern einen Mehrwert." Bis zu 12 000 Euro stellt der Landkreis für die Realisierung des Messeauftritts zur Verfügung.
Erhalten bleibt aber der Oberhaveltag am Dienstag, 21. Januar. Bei diesem ist der Landkreis für das Bühnenprogramm zuständig. Hier kommt dann die Tradition zum Tragen: Wie in den Vorjahren setzt man musikalisch besonders auf die Jagdhornbläsergruppe Oranienburg und den Rock ‚n‘ Roll Club "Butterfly".
Oberhavels Aussteller werden in Halle 21a ihre Produkte vorstellen.

Zahlen und Fakten


Die Internationale Grüne Woche findet zum 85. Mal statt. Erstmals wurde sie 1926 veranstaltet.

Etwa 1 800 Aussteller – davon 620 internationale Händler aus 61 Ländern – präsentieren auf der Ausstellung ihre Waren.

Partnerland ist in diesem Jahr Kroatien. Das jüngste Mitgliedsland der EU beteiligt sich seit 1993 an der Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau.

Der Veranstalter rechnet mit etwa 400 000 Besuchern.

Neben Köstlichkeiten gibt es auch viel zu den Themen Landwirtschaft, Gartenbau sowie Küchenausstattung zu entdecken. cwa