In Corona-Zeiten die Firmen, Händler und Geschäfte der Region für das schon traditionelle Projekt des Oranienburger Lions Club, den Adventskalender, zu begeistern, war „schon eine kleine Herausforderung“, geben Marion Stein-Wilde und Dirk Henke zu. Die Mitverantwortliche für den Kalender und der Geschäftsleiter des Hammer-Fachmarktes zeigen zugleich aber auch Verständnis dafür, dass knapp ein Drittel der sonst beteiligten Händler für dieses Jahr kein grünes Licht für eine Teilnahme am Projekt geben konnten.
„Die Pandemie und die dazugehörigen Verordnungen haben natürlich auch hier bei uns wirtschaftlich Spuren hinterlassen“, so Stein-Wilde. Sie fügt aber auch hinzu, dass es zugleich mehrere neue Händler und Firmen gab, die sich erstmals an dem Kalender beteiligen wollten. „Das hat uns natürlich sehr gefreut. Und so konnten wir die entstandenen Lücken wieder füllen.“

Gutscheine und Preise im Adventskalender

Der Adventskalender des Lions Club ist mittlerweile schon Tradition in Oranienburg. Das Prinzip ist einfach: Händler und Geschäfte spendieren Gutscheine oder Preise, von denen sich hinter jedem Kalendertürchen im Dezember gleich mehrere verbergen. Auf der Rückseite jedes Kalenders steht eine Nummer. Unter Aufsicht einer Notarin wird zu jedem Gutschein eine Nummer gezogen. Der Besitzer oder die Besitzerin des zur Nummer gehörigen Kalenders darf sich dann über den entsprechenden Gutschein freuen. Veröffentlicht werden die Gewinnnummern jeweils im Oranienburger Generalanzeiger und auf der Webseite des Oranienburger Lions Club. Insgesamt werden 118 tolle Preise und Gutscheine im Gesamtwert von 7000 Euro ausgelost. Für den Hauptpreis sorgt in diesem Jahr der Kulturbrandenburgische Marineverein mit einer zweistündigen Fahrt für 12 Personen mit der Staatenyacht „Sehnsucht“.

Feier zum Geburtstag der Lebenshilfe soll nachgeholt werden

Die Einnahmen aus den Verkäufen der Kalender, die pro Stück fünf Euro kosten, gehen in diesem Jahr an den Lebenshilfe Oberhavel Süd e.V., der eigentlich im Sommer dieses Jahres seinen 30. Geburtstag feiern wollte. „Coronabedingt musste das Fest leider ausfallen, worüber nicht nur wir, sondern vor allem die Bewohner sehr traurig waren“, berichtet die Leiterin der Lebenshilfe, Uta Gerber. Sie plant nun, das Fest nachzuholen. „Gerade durch Corona sind viele Bewohner häufiger allein, sie haben weniger Kontakt mit anderen. Das geht uns selbst ja auch nicht anders. Und genau deswegen wollen wir im nächsten Jahr, sofern es Corona zulässt, das Geburtstagsfest nachholen – und dazu sind alle eingeladen“, sagt Gerber mit einem hoffnungsvollen Lächeln auf den Lippen.

Nicolaikirche als Motiv auf dem Adventskalender

Übrigens: In diesem Jahr schmückt den Kalender die Nicolaikirche in Oranienburg in vorweihnachtlichem Gewand – was natürlich den aktuellen Präsidenten des Lions Club, Friedemann Humburg, besonders freut. „Aber um es gleich vorab zu sagen: das Motiv ist nicht nur wegen mir drauf“, lacht der Pfarrer der evangelischen Gemeinde. „Das Bild soll Geborgenheit, Wärme und Gemeinschaft symbolisieren. Also genau das, wofür auch der Kalender selbst steht.“

Vorverkauf ab dem 15. Oktober

Verkauft wird der Adventskalender ab dem 15. Oktober zum Preis von fünf Euro pro Stück in Oranienburg in allen Filialen der Bäckerei Plentz, in der Tourist-Information, im Lions Club Buchladen, in der Runge Buchhandlung, im Hammer Fachmarkt, in der Schlossparfümerie und im Blumenpavillon Leymann. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich schon darauf, sich am Verkauf beteiligen zu können und so auch etwas Gutes tun zu können“, sagt Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz.