Das sieht das Bauamt anders. Es sei geprüft worden, ob der (Ausbau-)Zustand vor dem 3. Oktober 1990 den Merkmalen einer endgültigen Herstellung einer Erschließungsanlage nach der entsprechenden Beitragssatzung der Stadt entspreche, so die Pressestelle. Die Prüfungen hätten ergeben, dass die Teileinrichtung "Regenentwässerung" noch nicht erstmalig hergestellt gewesen sei. Folglich müssten sich die Anlieger zu 90 Prozent an den Kosten beteiligen. Die Maßnahme ist mit 80 000 Euro kalkuliert.
Einbahnstraße mit Radstreifen
Für die gesamte Baumaßnahme sind 490 000 Euro veranschlagt. Die Adolf-Hermann-Straße bekommt eine 3,80 Meter breite Fahrbahn aus Natursteingroßpflaster und Betonpflaster, einen einseitigen Gehweg, vier Parktaschen und Regenentwässerung. Es entsteht bis Dezember eine Einbahnstraße in Richtung Dorf mit Radstreifen.
Die Anwohner wandten sich in der Stadtverordnetenversammlung erneut an alle, die meisten hatten den Vorgang allerdings nicht genau parat. Der Bauausschuss hatte sich aber bereits vor geraumer Zeit vor Ort informiert. "Wir haben uns sehr intensiv mit dem Abschnitt und dem Ausbau beschäftigt. Wir haben schon die Variante genommen, die relativ günstig war", erklärte der Ausschussvorsitzende Oliver Jirka (Grüne). Bauamtsleiter Michael Oleck sagte, die Sachlage sei komplex. Er verwies auf eine Gerichtsentscheidung und darauf, dass es für die Anwohner wesentlich günstiger würde, sofern ein neues Straßenausbaugebührengesetz beschlossen wird.