In Oberhavel wurden nach Angaben der Verwaltung im Jahr 2019 rund 125 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. "Insgesamt gab es 2019 zirka 600 Meldungen von Kindeswohlgefährdungen, die sich nicht alle bestätigt haben, aber sehr wohl geprüft wurden", teilt Sprecherin Constanze Gatzke mit. 2018 gab es gut 370 Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Oberhavel.
Wenn Kinder und Jugendliche vernachlässigt werden, seelische und körperliche Gewalt ertragen müssen oder auch sexuell missbraucht werden, muss ihnen geholfen werden. Ob das Wohl eines Kindes gefährdet ist, kann sich an typischen Kriterien zeigen. Am auffälligsten sind dabei körperliche Merkmale wie: immer wieder blaue Flecke, Narben oder sogar Knochenbrüche, mangelnde Hygiene, verschmutzte Kleidung, aber auch häufige Müdigkeit, Schlaf- oder Essstörungen, Stottern, Konzentrationsschwäche und Entwicklungsverzögerungen.
In Oberhavel gibt es zahlreiche Hilfsangebote. Seit 1996 gibt es die Arbeitsgruppe Kinderschutz, in der sich zahlreiche Institutionen wie Schulen, Gesundheitsamt, Jugendamt, Polizei und Beratungsstellen zusammengeschlossen haben.
Hilfe und Kontakt: Jugendamt Oberhavel, Telefon: 03301 601449Kinder- und Jugendnotdienst Oberhavel außerhalb der Dienstzeiten, Telefon: 03334 30480Nummer gegen Kummer (14 bis 20 Uhr) für Kinder: 0800 1110333, für Eltern: 0800 1110550