Noch bis zum 30. Juni können in diesem Jahr Vorschläge für die Ehrung eingereicht werden. Doch danach, so schlägt Kulturdezernent Matthias Rink vor, sollte die Vergabe der Preise auf den Prüfstand gestellt werden, um die bisherigen Vergabebedingungen zu überarbeiten, zu konkretisieren oder auch zu ergänzen. Der Grund: Die Wirkung des Preises sei sowohl zeitlich als auch territorial begrenzt, so die Erklärung von Rink. Insofern sei es durchaus angebracht, nach neuen Kriterien zu suchen, um die Wirkung der Preise eben auch über die Kreisgrenzen hinweg zu erhöhen. Ein Vorschlag, den die Mitglieder des Kulturausschusses zur Kenntnis nahmen. Sie wollen über die Vorbereitung der für das nächste Jahr geplanten Auslobung in einer der nächsten Sitzungen sprechen. Als Vorsitzende des Gremiums bat Katrin Gehring (CDU) die Fraktionen, das Thema im Vorfeld ebenfalls zu diskutieren und möglicherweise Vorschläge zu unterbreiten.
Schulwechsel
Eigentlich hatte der Ausschuss auch das Thema "Ü7-Verfahren" besprechen wollen. Doch gab es dafür keine Zahlen, wie den Kreistagsmitgliedern von der Verwaltung mitgeteilt wurde. Allein, die Verwaltung des Landkreises trifft daran keine Schuld, doch sperre sich das staatliche Schulamt vor Abschluss des Verfahrens am 29. Juni, Zahlen zu liefern.  Sowohl für die Vorsitzende Kathrin Gehring als auch für Nicole Walter-Mundt (CDU) keine gute Grundlage einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. "Ich werde im Namen des Ausschusses diese Handlungsweise noch einmal hinterfragen. Es kann nicht sein, dass uns die Zahlen vorenthalten werden und wir dann wieder über die Presse von Einzelfällen erfahren, weil Eltern an die Öffentlichkeit gegangen sind. Dafür brauchen wir dann eine Diskussionsgrundlage, die uns das Schulamt hier vorenthält", lautete die Kritik.
Dass die Zahl der Wiederholer mit nur 10 bis 20 angegeben wurde, erklärte die Verwaltung damit, dass wegen der Corona-Pandemie grundsätzlich vom Land eine Versetzung favorisiert wird, soweit die Eltern eine Wiederholung des Schuljahres nicht selbst vorschlagen. Gerechnet hatte die Kreisverwaltung zuvor mit 50 bis 60 Wiederholern.