Bis Mitte August gab es fast 90 Vorschläge, 29 davon befinden sich noch in der Prüfung, 25 haben es bereits geschafft, am Tag der Entscheidung am 19. November präsentiert zu werden. Allerdings waren bislang auch 28 Ideen ungültig. In der Regel sind die Projekte dann zu teuer oder die Gemeinde ist dafür nicht zuständig. So wünschte sich ein Glienicker einen Schwimmbrunnen mit Liegewiese, ein anderer eine Polizeistation im Ort.
Rosamond Harbich rechnetbis zum Ende der Vorschlagsfrist mit gut hundert Projekten, Maßnahmen und Ideen, von denen gut ein Drittel zur Abstimmung gestellt werden könnten.
Die Ideen kommen aus allen Bevölkerungsschichten. Der bislang älteste Teilnehmer ist 88 Jahre, der jüngste 12.
Die Schwerpunkte der Vorschläge sind vielfältig. Viele Glienicker möchten ihren Ort gerne verschönern. So sollen beispielsweise Blumenkübel entlang der Hauptstraße aufgestellt oder Blumenkästen an Straßenlampen angebracht werden. Andere sprechen sich dafür aus, die grauen Schalterkästen mit bunten Bildern zu bemalen. Eine Idee hat die Sachbearbeiterin überrascht. So sollen für 300 Euro vier Bienenstöcke für arme Menschen in Nepal gekauft werden. Damit würde aus Glienicke das Projekt "Hilfe zur Selbsthilfe in Nepal" unterstützt werden. Die Idee, den Kinder-Eintrittspreis fürs örtliche Schwimmbad zu subventionieren, fiel dagegen durchs Prüfungsraster, weil so ein Privatunternehmen bevorzugt werden würde.
"Viele Ideen begreifen wir auch als Denkvorschläge", sagte Jana Klettke, stellvertretende Bürgermeisterin. So sei die Anregung, das Totholz an einem Wanderweg zu entfernen, umgehend vom Bauhof erledigt worden. Andere Vorschläge könnten von der Verwaltung oder den Lokalpolitikern für den echten Haushalt, der demnächst beraten wird, aufgenommen werden.