Als der Sozialarbeiter Andreas Dalibor im Jahr 2006 im Kremmener Scheunenviertel sein Theater die „tiefste Provinz“ eröffnete, gaben ihm viele keine Überlebenschance. 15 Jahre später, am Theater-Geburtstag, senden ihm zahlreiche illustre Größen aus der Kleinkunstszene, der Kultur und Politik via Facebook die liebsten Grüße und Glückwünsche - viele per Videobotschaft. Sie alle freuen sich, dass er sich damals von den Unkenrufen nicht hat abhalten lassen, „sein Ding durchgezogen“ hat, wie der Comedian Thomas Nicolai in Udo-Lindenberg-Manier auf Facebook für ihn vorsingt: „Mach dein Ding, egal was die andern labbern“.

Videobotschaften und Durchhalteparolen

Auch der Musiker Arno Zillmer schickt seine Videobotschaft und hofft, dass der Theatermacher und seine „Tiefste Provinz“ überleben, trotz Pandemie und fehlender Einnahmen. Zillmer bezeichnet die Kremmener Bühne als „seine musikalische Heimat“. Als kleines Geburtstagsgeschenk zum Schmunzeln hat sich Kabarettistin Uta Rotermund vor die Kamera gesetzt, um Andreas Dalibor zu gratulieren. Sie macht das mit einem Gedicht, Blumen und einem Sekt. Prösterchen!
Zu den Video-Gratulanten gehören auch Comedian Andreas Weber, der versucht mit einem Mund-Nasen-Schutz eine Kerze auszublasen, Kabarettistin und Autorin Tatjana Meissner, die gerne mit allen feiern würde, das Kabarett Obelisk aus Potsdam, aus Berlin Alf Ator (Knorkator), der sich wünscht: „Bitte überlebt!“

Woidke freut sich auf den nächsten Besuch

Ganz staatsmännisch und aufgeräumt sendet auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) vor einer blauen Wand mit roten Adler seine Grüße via facebook nach Kremmen. Er sieht die „Tiefste Provinz“ als eine vom Publikum geliebte Kultureinheit in Brandenburg. Und ganz persönlich freut er sich wieder auf einen Besuch in dem charmanten kleinen Theater in Kremmen.