Für Hörgenuss sorgte kürzlich das „KAPmobil“ der Kammerakademie Potsdam in Kremmen. Drei Musikerinnen gaben in Minimal-Besetzung drei kleine Konzerte an drei verschiedenen Orten, trotz Corona, oder besser: wegen der Pandemie. Alles war es so geplant und gewollt. Als Musikerinnen waren die Geigerinnen Kristina Lung, Laura Rajanen und Michiko Iiyoshi von der Kammerakademie Potsdam im Einsatz und boten klassische Musik.

Stücke neu arrangiert

Michiko Iiyoshi hatte einige Stücke extra für drei Geigen neu arrangiert, die ursprünglich für Klavier und Geige sowie die heute nahezu in Vergessenheit geratene Glasharmonika komponiert waren. Zu hören waren Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonín Dvořák und Astor Piazolla. Zunächst spielten sie im Kremmener Pflegewohnhaus der Pro Seniorenpflege im Land Brandenburg. Die besondere Abwechslung kam bei den Bewohnern gut an, sie genossen die Darbietung, teilt Andrea Busse von der Stadt Kremmen mit. Am Nachmittag waren die Geigerinnen dann zunächst in der Bäckerei Plentz am Markt mit ihren mobilen Klassikkonzerten zu Gast. Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz freute sich darüber und hofft, dass diese mobilen Auftritte ein fester Bestandteil neuer Veranstaltungskultur werden könnten. Die dritte Vorstellung gab es in der Scheune „LandpARTy“.

Gezielt für kleine Spielstätten

Dank einer Förderung über das Programm „Neustart Kultur“ der Kultur-Staatsministerin Monika Grütters (CDU) gibt es das Konzept „KAPmobil“. Kremmen bildete zusammen mit Wahrenbrück (Landkreis Elbe Elster) den Auftakt einer Brandenburg-Tour, die zuvor nur Open-Air und innerhalb Potsdams unterwegs war. Die Brandenburg-Tour „KAPmobil“ richtet sich ganz gezielt an kleine Indoor-Spielstätten.