Uwe Müller-Fabian öffnet die Türen zu seinem außergewöhnlichen Atelier in Vehlefanz. Auf dem Hof Am Anger 44, gleich neben der Kirche, können die Besucherinnen und Besucher 60 seiner Bilder sehen, kündigte Müller-Fabian an.
Der landesweite Tag des offenen Ateliers wurde coronabedingt vom Frühjahrstermin auf den 24. und 25. Oktober verschoben. Viele Ateliers sagten die Teilnahme wegen der Pandemie nun erneut ab. Doch Uwe Müller-Fabian hält an dem Termin fest. Denn er feiert in diesem Jahr auch das 25-jährige Bestehen des Ateliers in Vehlefanz – 1995 wurde der Grundstein gelegt. Das Haus mit seinen vielen Nutzungsebenen wirkt wie ein umgebautes Stallgebäude, fügt sich also gut ein in das Hofensemble. Doch der Bau ist neu.

Vom Seemann zum Maler

Er hoffe, dass trotz der Pandemie einige Gäste kommen, sagt der Künstler, der 2014 für sein Lebenswerk mit dem Kulturpreis des Landkreises Oberhavel ausgezeichnet wurde. Der gebürtige Schwarzwälder hat ein abwechslungsreiches Leben hinter sich. Bevor er 1993 nach Vehlefanz zog, studierte an der Berliner Hochschule der Künste Werbe- und Architekturdesign, danach drei Semester Archäologie. Anschließend machte er eine dreijährige Weltreise und arbeitete währenddessen als Seemann, Bauarbeiter, Komparse, Nachtwächter, Textildesigner, Werftarbeiter, Detektiv und Tellerwäscher. Später studierte er erneut an der Hochschule der Künste: freie Malerei und Bildhauerei.
Einen Teil seines bisherigen Schaffens stellt Uwe Müller-Fabian an diesem Sonnabend und Sonntag ab jeweils 10 Uhr in seinem Atelierhaus aus.