Der dramaturgische Aufbau ist in dieser Ausstellungswoche ganz schlicht: Zwei großformatige Acrylgemälde auf der Staffelei schmücken das Schaufenster der historischen Mönchmühle in Mühlenbeck.
„Widerhall“ – so der Titel der Ausstellungsreihe –  ist diesmal wörtlich zu nehmen. Ein Mädchengesicht füllt den kleinen Raum hinter dem Fenster ganz aus. Oder sind es zwei? Die Künstlerin Marina Riedl hat die ausdrucksstarken Porträts gemalt und sie auch „Widerhall I und II“ genannt.

Mal selbstkritisch, mal versunken

Sie haben im Großen und Ganzen dasselbe Motiv. Ein junges Mädchen spielt Posaune. Doch hat die Künstlerin zwei sehr verschiedene Augenblicke mit dickem Pinselstrich festgehalten und erzählt auf diese Weise verschiedene Geschichten: Selbstkritisch wirkt der Blick der  Musikschülerin auf dem einen Gemälde, konzentriert vielleicht auf die Noten und auf ihren Atem.
Sanfter im Ausdruck ist das zweite Bild. Mit geschlossenen Augen hat sich das Mädchen zurückgezogen und ist nun ganz bei sich. Innerlich weit entfernt vom Betrachter, lauscht sie den Klängen nach, die sie auf dem Instrument produziert.

Vom 6. bis zum 12. September sind Werke von Christa Thurmann zu sehen. hw