Bommert selbst (der als Vierter der Landesliste sein Mandat für den Landtag sicher hat) liegt in seinem Wahlkreis 7 abgeschlagen hinter der SPD und der AfD. An ihm liege das nicht. Schuld sei die Landes-CDU. Senftleben habe diese für den "Mittelstand unwählbar gemacht, als er vor eineinhalb Jahren gesagt hat, er könne sich eine Zusammenarbeit mit den Linken vorstellen". Nun stehe er vor einem Scherbenhaufen. "Jetzt darf er kein Landei sein", wie es auf Wahlplakaten von Senftleben stand, "sondern muss Eier haben und gehen". Senftleben habe sich selbst ins Aus manövriert, als er sagte, er wolle mit der SPD als Ministerpräsident verhandeln. "Für ihn war immer die SPD und Woidke der Hauptfeind." Bommert selbst hatte sich stets gegen die Linken ausgesprochen und dafür stark gemacht, statt auf die SPD einzuhauen, sich mit der AfD auseinanderzusetzen. "Ich habe immer gesagt, wir müssen uns auf die AfD konzentrieren."
Ein deutlicher Riss tut sich am Wahlabend innerhalb der CDU Brandenburgs auf, der bis zur Basis dringt. Auch auf der stimmungsgeschwächten Wahlparty der CDU in Oranienburg heißt es: "Senftleben muss gehen."