Dafür haben die rund 40 Clubmitglieder ihre schönsten Modelle, die allesamt sehr filigran und mit viel Liebe zum Detail gestaltet sind, im Kulturhaus "Friedrich Wolf" in Lehnitz ausgestellt. "Das Aufbauen der Vitrinen hat viel Zeit in Anspruch genommen. Wenn alles perfekt sein soll, kann das einen ganzen Tag lang dauern", so Detlef Wilhelm über die Vorbereitungen. Der Oranienburger ist Vorsitzender des MEC, der auf eine lange Geschichte zurückblicken kann.
Als sich der Verein 1964 gegründet hatte, gestaltete sich die Suche nach entsprechenden Räumlichkeiten schwierig, bevor eine Baracke auf dem Güterbahnhof Oranienburg das erste Vereinsheim wurde. Nach der Wende gingen die Besucherzahlen auf Modelleisenbahn-Ausstellungen merklich zurück. "Einige Vereinsmitglieder zog es in den Westen Deutschlands. Zu manchen konnten wir den Kontakt halten, die besuchen uns auch heute noch, aber der Einschnitt machte sich trotzdem bemerkbar", erinnert sich Heiko von Grzymala, der seit 1982 dabei ist. Da eine Gemeinschaft aus dem Havelland mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte, schlossen sich diese beiden Gruppen zusammen, sodass der MEC Oranienburg heute ein zweites Zuhause in Nauen hat. Die erste Mitgliedergeneration hat mittlerweile den Staffelstab abgegeben, doch Sorgen um Nachwuchs muss sich der MEC trotzdem nicht machen.
Das beweisen zum Beispiel Jim Sauer, elf Jahre alt, und Finn Hockauf, zwölf Jahre. Jim ist seit einer knappen Woche Mitglied im MEC, Finn ist bereits seit anderthalb Jahren dabei. Auch unter den Besuchern sind einige Kinder, die die Spielzeugeisenbahnen mit großen Kulleraugen bestaunen. Leuchtende Augen angesichts der Modelle gibt es auch bei Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD). Er lobt vor allem den "sozialen Zusammenhalt im Verein", der das lange Bestehen erst möglich gemacht habe.
Wenn nicht gerade ein Jubiläum zu feiern ist, arbeiten die Vereinsmitglieder gemeinsam an der Gestaltung und Verfeinerung ihrer Modelle. Dabei steht nicht zuletzt der Austausch von technischem Know-How über Neuheiten wie zum Beispiel computergesteuerte Modelleisenbahnen im Vordergrund. Außerdem hat der MEC schon weite Reisen nach Wien, Aarhus oder Uetrecht unternommen, um dort an Ausstellungen teilzunehmen.
Die Ausstellung ist am Sonnabend, 29. November, von 10 bis 18 Uhr und Sonntag, 30.November, von 10 bis 17 Uhr im Kulturhaus "Friedrich Wolf" nochmals geöffnet. Der MEC trifft sich mittwochs um 16 Uhr in der Lehnitzstraße 73 in Oranienburg. Weitere Infos: www.mec-oranienburg.de