"Vom Meer bis ins Gebirge – und mittendrin liegt Kremmen"- so lautet das Thema der Anlage. Durch die schon fast fertige fiktive Küstenregion fahren ICEs und andere Fernverkehrszüge. Die Bergwelt wird nächstes Jahr in Angriff genommen. Besonders stolz sind die Tüftler aus Kremmen auf die Nachbildung ihrer Stadt im Maßstab 1:87, so das Größenverhältnis der Spurweite H0. Das Scheunenviertel ist schon so gut wie fertig. Die Gebäude und die Landschaft sind in Zusammenarbeit mit der Schüler-AG entstanden. Kinder der dritten bis sechsten Klasse der Goethe-Grundschule kommen alle 14 Tage zu Besuch. "Die Idee zum Scheunenviertel hatten die Kinder", berichtet Peter Kähler. "Die Schüler sind sehr engagiert und würden am liebsten auch noch sonntags zu uns kommen. Wir freuen uns, dass wir den Nachwuchs für unser Hobby begeistern können", erzählt Hans-Jürgen Passlack. Auch der Marktplatz kommt der Realität schon recht nahe. Das Rathaus allerdings steht noch als schneeweißes Konstrukt an seinem Platz, da die originalgetreue Nachbildung eine Herausforderung ist. "Wir wollen es per 3D-Druck anfertigen, sind aber noch auf der Suche nach jemandem mit so einem Gerät", berichtet Hans-Jürgen Passlack.
Seit knapp zwei Jahren baut der Verein an der neuen Anlage, in der auch Einzelteile aus einer älteren Konstruktionen wiederverwendet wurden, ein Schwimmbad, eine Kleingartenanlage und ein Campingplatz. Etwa 8 000 bis 9 000 Euro sind seitdem in die Gestaltung geflossen, schätzt Passlack. Zu den Sponsoren gehört unter anderem der Spargelhof, dem nun ein Stückchen Fläche gewidmet wurde. Durch die Ackerbürgerstadt fährt, wie in echt, die Regionalbahn 55. Im Miniatur-Kremmen fehlen nun noch einige Details wie Figuren, Autos, Pflanzen und Beleuchtung. "Fertig sind wir eigentlich nie, wir wollen auch gar nicht fertig werden. Es gibt immer was zu tun", erklärt Peter Schierbaum.
Der jetzige Fortschritt inklusive Mini-Kremmen kann beim Tag der offenen Tür an diesem Sonntag, 2. Advent, begutachtet werden. Von 10 bis 16 Uhr sind Besucher in der Ruppiner Straße 60 willkommen. Der Eintritt ist frei, Spenden werden entgegengenommen. Außerdem wird Kaffee und Kuchen vorbereitet.

Gründung vor 17 Jahren


Im Jahr 2002 schlossen sich eine Handvoll Modellbahner zum Kremmener Verein zusammen, der anfänglich sein Domizil in einer Baracke am Groß-Ziethener Weg hatte.

Vier Jahre später konnten die Mitglieder die ehemalige Industriemühle an der Ruppiner Straße 60 beziehen. Die größte Anlage entsteht seit vergangenem Sommer im Obergeschoss.

Der Verein hat derzeit 21 Mitglieder, von denen etwa zwölf regelmäßig aktiv sind. Interessenten sind willkommen.

Kontakt unter033055 71641. wol