So viele Vorlieben, so viel potenzielle Kompetenz: Eine interessante Runde von Siebent- bis Neuntklässlern interessiert sich für das Medienprojekt. Markes und Alex sitzen nebeneinander. Minecraft spielen sie aber online und jeder bei sich. Tom veröffentlicht seine selbstgedrehten Video-Trailer im Netz, und Veit interessiert sich generell für Technik. Lara ist nicht bei Facebook, postet aber gerne Porträts von sich und Freundinnen, Maike skypt mit Freunden, die weiter weg wohnen, Charleen twittert und sieht sich neue Videos auf Youtube an, Pascal hat schon einmal einen Trojaner auf seinem Rechner gehabt - und beseitigt. Deutschlehrerin Anja Herfort möchte die Smartboards der Schule besser für ihren Unterricht nutzen. Ihr Kollege Felix Kromarek trennt bei Facebook private Kontakte von denen mit Schülern.
Spontan sagen drei Jungs "Ja" auf die Frage, ob sie sich vorstellen können, künftig Medienlotsen zu sein, also ihre Mitschüler oder beispielsweise Clubgänger im Lücke-Treff über die Klippen von Internet-Plattformen hinweghelfen oder vor Trojanern, Cybermobbing oder anderen Gefahren zu warnen.
In Etappen sollen die Jugendlichen ein Jahr lang ausgebildet werden. Dieses Wochenende verbringen sie und ihre Lehrer bei ihrem ersten Workshop der Medienanstalt Berlin-Brandenburg in Potsdam, die dieses Projekt fördert. Sie treffen dort auf Jugendliche von der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder sowie von Schulen in Potsdam und Brück.
Verena Ebel und Martin Riemer von Metaversa zeigten sich am Freitag schon nach der Vorstellungsrunde überzeugt, dass die Jugendlichen leicht zu Experten werden können, dass sie es auf manchen Gebieten schon sind. "Erfahrungen und Fehler habt ihr alle schon gemacht. Darum seid ihr richtig gut geeignet, das auch anderen zu vermitteln", so Martin Riemer.
Oberschul-Rektorin Katharina Schlumm freut sich, wenn das Wissen der ganzen Schule zugute kommt: "Wir wollen zeigen, dass wir professionell mit modernen Medien umgehen."