Auch wenn sich der Ausschuss und das Stadtparlament nach den Kommunalwahlen neu zusammensetzen, so wollen Politik und Verwaltung das Thema nicht aus den Augen verlieren. Bereits im nächsten Sozialausschuss nach der Sommerpause solle die Kita-Satzung wieder auf der Tagesordnung stehen. Auch Reiner Tietz (Linke), Vorsitzender des Gremiums, sagte am Montag, dass es dann die ersten neuen Informationen zu dem Thema geben wird. Das Vorgehen der Verwaltung beurteilt er als richtig. "Nur dann wird man feststellen können, ob Eltern zu viel gezahlt haben", so Tietz. "Wenn das der Fall ist, dann sollen die betroffenen Familien ihr Geld zurück bekommen." Reiner Tietz machte sich von Anfang an dafür stark, Kremmener Familien den Klageweg zu ersparen.
Darüber hinaus informierte der Bürgermeister darüber, dass Kremmen derzeit kräftig in Kita-Plätze investiert. Durch einen Anbau der "Rhinstrolche" entstehen 40 neue Plätze. Die Baugenehmigung ist bereits erteilt. Die Stadt rechnet mit Fördermitteln vom Landesministerium für ländliche Entwicklung in Höhe einer knappen Million Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 1,4 Millionen Euro. "Ich hoffe, dass noch dieses Jahr der Rohbau fertig wird", sagte Busse.
Auch die Staffelder Kita wird erweitert. Im Obergeschoss, das bislang als Wohnung vermietet war, entstehen 18 Plätze. Die Baugenehmigung ist beantragt. Der Umbau soll im Sommer beginnen. Insgesamt werden es dann 70 Plätze in Staffelde sein. Am Schluss der Sitzung bedankte sich Reiner Tietz bei seinen Mitstreitern vom Sozialausschuss, da es die letzte in dieser Zusammensetzung war. Zum Ausklang ertönten Lieder des Musiker-Duos Petra Kleinke und Jan Rase.