Im Blick haben sie dabei spezielle Flächen an der Bundesstraße in Birkenwerder. Die Areale auf Höhe der Netto-Filiale sind vor zwei Jahren im Rahmen des Projektes "Urbanität und Vielfalt" angelegt worden. "Wir untersuchen, wie viele Pflanzen einer bestimmten Art auf einer zwei Quadratmeter großen Fläche vorkommen", erläutert Gesa Saschowa. Das Ohrlöffel-Leimkraut fühlt sich in Birkenwerder offenbar wohl. Gut hundert Pflanzen haben die beiden auf dem Untersuchungsgebiet entdeckt. "Das ist eine typische Pflanze für eine trockene Fläche", so Max Opitz.
Die Vielfalt auf der kleinen Fläche zwischen Bundesstraße und Gehweg ist erstaunlich vielfältig und bunt, aber nicht üppig bewachsen. So sind Kartäusernelke, die leuchtend gelb blühende Sandstrohblume und das violette Sandglöckchen zu entdecken. Die Studenten wollen nun am Schreibtisch ihre Daten mit vorhandenen Kartierungen aus den Vorjahren vergleichen. So erfahren sie, wie sich die Anpflanzungsorte entwickelt haben.
Am Umweltbildungs- und Naturschutzprojekt "Urbanität und Vielfalt" haben sich Interessierte aktiv am Schutz von Wildpflanzen beteiligt. In der Region Potsdam/Berlin wurden 34 gefährdete regionale Wildpflanzenarten in großer Stückzahl vom Botanischen Garten der Universität Potsdam und dem Späth-Arboretum der Humboldt-Universität zu Berlin herangezogen. Je drei Arten wurden an rund 900 Interessierte aus Berlin und Umgebung ausgegeben, die die Jungpflanzen dann weiter vermehren und so zum Schutz beitragen.