Eine Studentengruppe um Professor Martin Kaupenjohann vom Ökologischen Institut der Technischen Universität Berlin (TU) beschäftigt sich unter dem Titel "Große Transformation – Energie-Mais-Monokultur wird zu Solidarischer Landwirtschaft und Biodiversitätshotspot" seit gut einem Jahr mit dem Stolper Feld. Eigentlich läuft das Projekt nach zwei Semestern derzeit aus. Doch die Studenten wollen weitermachen. Sie arbeiten derzeit einen Businessplan für die solidarische Landwirtschaft aus. Motiviert sind sie bis in die Haarspitzen. "Wir haben bei einer Umfrage rund um das Stolper Feld überwiegend positives Feedback erhalten", sagt Studentin Elisabeth Krämer. Viele der mehr als 800 Befragten in Frohnau und Hohen Neuendorf hätten auch Interesse an einer Mitarbeit oder zumindest an Produkten aus dem alternativen Gemüseanbau in Stolpe signalisiert. Angebaut werden sollen unter anderem Gemüse aus der Region. "Wir sind guter Dinge" sagt Professor Martin Kampenjohann nach vielversprechenden Gesprächen mit den Pächtern. Hans Arts, Geschäftsführer der Stadtgüter Berlin Nord KG bestätigte auf Anfrage, dass sein Unternehmen derzeit prüft, ob die TU die zehn Hektar pachten kann.
In der IG Stolper Feld, die die Frohnauerin Kathrin Schlegel 2019 ins Leben gerufen hat, sind inzwischen 70 Mitglieder. Langfristiges Ziel der Gruppe ist es, die gesamten 130 Hektar in ein ökologisches Naturparadies zu verwandeln.