Für herausragende Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften ist Landwirt Sebastian Petri vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) mit dem Deutschen Landschaftspflegepreis ausgezeichnet worden. Petri bewirtschaftet mit seiner Frau Juliane rund 250 Hektar – mitten im Rhinluch, zwischen Kremmen und Linumhorst. Er erhielt den ersten Preis der Kategorie „Engagierte Person“. Die Auszeichnung ist mit 2.500 Euro dotiert.

Innovative Technik für einst entwässerte Moore

„Für eine nachhaltige Nutzung vorhandener Ressourcen des Rhinluchs engagiert sich Moor-Klimawirt Sebastian Petri“, schreibt der DVL in seiner Begründung. „Mit innovativer Technik bewirtschaftet er ehemals entwässerte Moore.“ Sebastian Petris Moorhofer Grünlandhof gilt als Paradebeispiel für nachhaltige Landwirtschaft.
„Der Halter einer Wasserbüffelherde setzt sich erfolgreich für die Reaktivierung von Mooren als Kohlenstoff- und Wasserspeicher ein.“ Seine Ansätze zur moorerhaltenden und klimafreundlichen Nutzung der Flächen zeichnen sich durch praktische Lösungen zur Verwertung feuchter Moorbiomasse aus. „Zudem wirkt der Junglandwirt als Multiplikator zur Vermittlung landschaftspflegerischen Wissens über die Region hinaus.“

2016 zogen Petris aus Berlin aufs Land

Von den 250 Hektar bewirtschaftet Petri 130 ökologisch und 120 konventionell. Verkauft wird über den Hof – sein einstiges Elternhaus – vorwiegend Heu. 2016 zog Petri aus Berlin zurück in die alte Heimat. „Wir wollen das Moor als Kulturlandschaft erhalten und trotzdem eine Perspektive haben, um davon zu leben“, sagte Mittdreißiger Petri in diesem Jahr auf einem Besuch vom Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler (CDU).