Im Haupthaus des ehemaligen Remonte-Depots in Klein-Ziethen hat die Gemeinde Oberkrämer drei Wohnungen grundlegend saniert. Insgesamt besitzt die Gemeinde im größten Gebäude Klein-Ziethens, in dem auch die Gaststätte "Reckins Eiche" untergebracht ist, 15 Wohnungen. Zwölf davon sind bewohnt, die drei jetzt fertiggestellten standen allerdings schon mehr als zehn Jahre leer.
"Das hat den Räumen natürlich nicht gut getan. Zudem hatten wir hier noch einen inakzeptablen Standard aus DDR-Zeiten - vor allem was Elektrik, Heizung und Dämmung anbelangt", umreißt Dirk Borchert, verantwortlicher Sachbearbeiter Hochbau im Bauamt Oberkrämer, die Sanierungs-Aufgabe.
Rund 210 000 Euro hat die Gemeinde in die Komplett-Modernisierung gesteckt. Neben den drei Wohnungen wurde damit auch ein Treppenhaus und Teile des Daches erneuert. Entstanden sind zwei Zweiraumwohnungen mit 62 beziehungsweise 68 Quadratmetern und eine große Dreiraumwohnung mit 120 Quadratmetern Wohnfläche. Die Warmmieten liegen zwischen 580 Euro für die kleinste und 850 Euro für die große Wohnung.
Für diesen Preis dürfen die zukünftigen Mieter einen durchaus gehobenen Standard erwarten. So wurde das Bad der Dreiraumwohnung mit einer ebenerdigen und offenen Dusche ausgestattet. Eine der Zweiraumwohnungen punktet mit einer großen und hellen Wohnküche. Wo immer es möglich war, blieben zudem die Balken des mehr als 100 Jahre alten Hauses nicht nur erhalten, sondern wurden auch als sichtbare Raum-Elemente eingesetzt.
Besonders hoher Aufwand wurde betrieben, um die Wohnungen gegenüber der darunter liegenden Gaststätte abzudichten. "Wir haben nicht nur den Fußboden komplett herausgenommen und die Schüttung erneuert, sondern auch eine spezielle Dampfbremsfolie eingesetzt", so Borchert.
Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) ist sich sicher, dass die Wohnungen nicht lang leer stehen werden: "Wir haben einen stetigen Bedarf an Wohnraum in der Gemeinde". Natürlich sei Klein-Ziethen "etwas abseits vom Schuss", aber gerade diese Lage im Grünen werde von vielen ja hoch geschätzt. Leys kann sich durchaus vorstellen, dass auch die seit zwei Jahren verwaisten Räume der ehemaligen Kita im Erdgeschoss des Haupthauses in naher Zukunft in Wohnungen umgewandelt werden könnten.