"Wir haben auf alte Lieder verzichtet und lieber moderne genommen", erklärte Kreisposaunenwartin Barbara Barsch, die für die Zusammenstellung der Lieder zuständig war. Diese würden nicht so leicht im Freien verklingen, lautete die Begründung. Und dass die Wirkung der Stücke nicht im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht wurde, davon zeugte die Reaktion des Publikums: Andächtig hörte es den Posaunenchören aus Oranienburg, Sachsenhausen, Kremmen, Hohenbruch, Lindow, Eberswalde, Brieselang, Gransee und dem Berliner Umland zu. Die 75 Musiker im Alter von 13 bis 80 Jahren spielten selbst bei heißen Temperaturen gut gelaunt - Hüte und Mützen schützten vor der Sonne, nur dem Schweiß auf der Stirn musste sich so mancher noch mit einem Taschentuch erwehren. Auch die Zuhörer hatten mit der Hitze zu kämpfen - am begehrtesten waren Sitzplätze unter Sonnensegeln, und ein Regenschirm wurde schon mal als Schattenspender umfunktioniert.
Außerdem war ein Posaunenchor aus dem Westerwald dabei: Bläser aus dem Partnerkirchenkreis Altenkirchen. "Nur wenn man etwas gemeinsam und zusammen macht, kann man die Partnerschaft mit Leben füllen", sagte der Altenkirchener Kreiskantor Alexander Kuhlo. Dieser war mit dem Auftritt in Oranienburg glücklich: "Das Ambiente hier ist sehr schön und mit der Bühne hat es gut gepasst." Durch deren Schutz habe die Musik noch weniger an Kraft verloren, als beim Auftritt tags zuvor in Zehdenick. Zeit für einen Spaziergang durch den Schlossgarten blieb nach dem Konzert aber keine. Die neunstündige Fahrt nach Hause verhinderte dies.