Die Konzentrationen von Eisen und Mangan lägen in den privaten Brunnen oft an der Grenze des Erlaubten, manchmal sogar darüber. So werde die Wäsche nicht weiß, sondern maximal grau. Die Armaturen in Küchen und Bädern würden schnell ihr schönes Aussehen einbüßen. Noch schlimmer sei, dass Experten raten, es nicht als Trinkwasser, vor allem nicht für Babys und Kinder zu nutzen. Die allgemeine Frage der Besucher an die Mitglieder des Ortsbeirates war: Können und, wenn ja, wann werden auch die Grundstücke im Außenbereich an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen? Allein die Mitglieder des Neuholländer Beirates waren für dieses Thema der falsche Ansprechpartner. Trotzdem wollen sich die Kommunalpolitiker darum kümmern. Liebenwaldes Vizebürgermeisterin Martina Schnur, die als Vertreter der Verwaltung an der Sitzung teilnahmen, bot sich als Vermittler an.

Verband ist zuständig

"Das ist ein Thema, mit dem sich der Trink- und Abwasserzweckverband (TAV) Liebenwalde beschäftigen muss. Da der Liebenwalder Bürgermeister zugleich auch der Verbandsvorsteher des TAV ist, werde ich ihm die Fragen mitnehmen."
Auch Ortsvorsteherin Anja Borowski, die beim TAV angestellt ist, will die Fragen und die Bitten der Gäste an die Geschäftsführung weitergeben. Sie konnte sich sogar daran erinnern, dass der Bau von Leitungen bis in den Außenreich bereits diskutiert worden war. Argumente, die damals gegen den Leitungsbau gesprochen hätten, seien zum einen der hohe finanzielle Aufwand, zum anderen die niedrige Abnehmerzahl gewesen, so ihr Hinweis. Denn um Wasser in bester Qualität liefen zu können, müsste für die Leitungen eine bestimmte Menge an Wasserdurchlauf garantiert werden, weil es ansonsten zu Verunreinigungen kommen könnte.

Ringleitung als Vorschlag

Von den Gäste in der Fragestunde kam der Vorschlag: Können der Walterhof, der Bergemannhof und der Sperberhof nicht über eine Ringleitung entweder an das Trinkwassernetz in Neuholland oder in Freienhagen angebunden werden?
Auch in anderen Außenbereichen von Neuholland, beispielsweise für die Grundstücke an der Straße zum Stausee, ist der Anschluss  an das öffentlichen Trinkwassernetz ein Thema. Es soll zuerst im TAV besprochen werden, um möglichst schnell einen Lösung zu finden.
Konkrete Hilfe konnten die Kommunalpolitiker den Gästen zusagen, die auf den teilweise katastrophalen Zustand vor allem der Bankette in der Eismeerstraße hinwiesen. Zum einen könne das Regenwasser nicht von der Fahrbahn ablaufen, zum anderen seien die Randbereiche so stark ausgefahren, dass sie eine Unfallgefahr darstellten würden, wenn Kraftfahrzeuge auf den Randbereich ausweichen müssten. Hier will die Stadt schnell für Abhilfe sorgen, versprach die Vizebürgermeisterin.