Doch nicht nur die Betreuung der Tagesgäste, die um Information bitten und das im Gebäude befindliche Museum besichtigen, gehört zu den Aufgaben von Busse und Krüger. Andrea Busse unterstützt zudem den Seniorenbeirat und koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. „Sie repräsentiert Kremmen“, so Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) im Hauptausschuss am Donnerstag. Heißt: Sie hilft bei der Organisation von Veranstaltungen (Erntefest, Kremmen läuft, Drachenbootrennen), vertritt die Stadt auf Messen wie der Grünen Woche oder der Internationale Tourismus-Börse. Ferner bearbeitet sie Flyer, aktualisiert die Homepage der Stadt, ist fürs Marketing und Stadtführungen zuständig, erarbeitet das Kremmen-Magazin. Busse übernahm Aufgaben aus der Verwaltung, die zuvor die ehemalige Hauptamtsleiterin Charlott-Luise Stolzenberg betreute.
Kremmen will deshalb nicht nur entlasten – sondern auch aufrüsten. Die zusätzliche Stelle (35 Stunden pro Woche) würde die Stadt 30 000 Euro im Jahr kosten. Stefanie Gebauer (Fraktion UWG/LGU) hinterfragte den Mehrwert. Busse: „Wir verkaufen Kremmen.“ Und damit würde die Stadt hinterherhinken. Er verwies auf die überalterte Internet-Seite. „Und wir müssen an den Wassertourismus denken.“ Der wurde in Kremmen bislang kaum forciert. Eckhard Koop mahnte, mit einer zusätzliche Stelle die Personalkosten in die Höhe zu treiben und das Investionsvolumen der Stadt zu verringern.
Klar ist, wer die umfangreiche Aufgabenliste von Andrea Busse liest, dürfte kaum Zweifel daran haben, dass die Arbeiten effizienter verteilt werden sollten, um nicht nur die Qualität halten zu können, sondern auch auszubauen und neue Ideen adäquat umsetzen zu können.Nachholbedarf bestehe laut Beschlussvorlage, über die die Stadtverordneten kommenden Donnerstag (19 Uhr, Ratssaal) entscheiden, ferner beim Stadt-Marketing.
Zudem soll mit der zusätzlichen Stelle, die vorerst auf ein Jahr befristet ist, ein Presseansprechpartner etabliert werden. Arbeitsbeginn könnte diesen Herbst sein. Der Mitarbeiter würde aber – wie Andrea Busse – weiter in der Touristen-Info sitzen. Im Rathaus sei kein Büro mehr frei, so Busse. Dafür soll die Touristen-Info 2019 ausgebaut und erweitert werden.