Für Versammlungsleiter Michael Hensel war das ein elementares Kriterium für die Aufstellung der Bewerber um ein kommunalpolitisches Mandat. "Die Parteilosen erweitern unser Spektrum, und wir stehen als Partei ja für Partizipation", sagte er. Markus Hoffmann, Beisitzer im Vorstand, untermauerte die Aussage. "Wir wollen die Bürger mehr in politische Entscheidungen einbeziehen", sagte er. Auch Thomas Bennühr unterstützt das Vorhaben um mehr Transparenz und Bürgernähe. "Ich bin ein Verfechter der Bürgerbeteiligung", meinte der Kreisverbandsvorsitzende.
Bennühr erklärte weiterhin, er will die "Leute rausholen", sie sollten aktiver werden. "Doch das ist schwer", gab er zu.
84 Mitglieder hat der Verband derzeit, neue kommen kaum hinzu. "Es stagniert momentan", so Bennühr. Seit November vergangenen Jahres existiert der neue Vorstand. Er hat sich auf die "Fahne geschrieben, die Menschen für Politik zu interessieren". Im Landtag erwartet Bennühr eine politische Verschiebung Richtung CDU und AfD (Alternative für Deutschland). "Ich hätte mir mehr Teilnehmer gewünscht", sagte Bennühr mit Blick auf die Beteiligung. Einer konnte ganz zufrieden sein: der Seilershofer Frank Görden. Er kandidiert neben Markus Hoffmann erstmals für den Kreistag, Wahlkreis 1 (Fürstenberg, Kremmen, Liebenwalde, Löwenberger Land, Zehdenick sowie Amt Gransee und Gemeinden). Der Ergotherapeut, der in Gransee und Oranienburg eine Praxis hat, konnte vor allem im Bereich Bildung überzeugen.