Dramatisch dürfte es zum Schuljahresbeginn in Friedrichsthal werden. Wegen gestiegener Schülerzahlen wird für die neue erste Klasse mit voraussichtlich 28 Kindern ein entsprechend großer Raum benötigt, den es in dem alten Schulhaus aber nicht gibt. „Eine Containerlösung, mit der wir uns bereits seit März beschäftigen, ist aber bis zum 1. August nicht zu realisieren“, sagt Heidrun Gassan. Nach Fertigstellung der Vermessungsunterlagen werde Mitte dieses Monats der Bauantrag eingereicht, so die Leiterin des Amtes für Grundstücks- und Gebäudewirtschaft.
Weil auch Brandschutzfragen zu klären seien, dauere es bis zur Erteilung der Baugenehmigung derzeit vier bis fünf Monate. Erst danach könne die Ausschreibung  für eine Containeranmietung erfolgen. Aber auch das sei bei anhaltend großer Nachfrage nicht unproblematisch. Heidrun Gassan rechnet damit, dass die Container frühestens im zweiten Quartal nächsten Jahres errichtet  werden könnten.
Betroffene Eltern befürchten bereits, dass ihre Kinder außerhalb von Friedrichsthal unterrichtet werden müssen. „Nein, dass ist nicht der Fall. Wir haben inzwischen eine brauchbare Übergangslösung gefunden“, sagt Anke Michelczak, die Leiterin des Amtes für Bildung und Soziales. Die neue erste Klasse werde im jetzigen Kunst- und Musikraum in einem Nebengebäude unterrichtet. Als Fachkabinett müsse vorübergehend ein Raum im Hauptgebäude genutzt werden. Das sei auch mit der Schulleitung so vereinbart worden.   Anke Michelczak hofft, dass die Containerlösung mit jeweils zwei 60 Quadratmeter und zwei 20 Quadratmeter großen Räumen möglichst schnell Realität wird. „Dann hätten wir für Friedrichsthal bis zur Fertigstellung der neuen zweizügigen Grundschule zum 1. August 2021 eine deutliche Entspannung erreicht“, sagt sie.
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