4 000 Euro für Schülerteam
Übergeben wurde die Auszeichnung – die mit 4 000 Euro dotiert ist – im Rahmen der Gedenkveranstaltung des Landkreises anlässlich des 30-jährigen Mauerfall-Jubiläums. Was mit dem Geld passieren soll, wissen die Schüler auch schon ganz genau. "Das stecken wir alles in die Entwicklung unseres nächsten Roboters", verriet Jona Domke.
Neben dem Innovationspreis wurden noch zwei weitere Preise vergeben: Der Kulturförderpreis ging an die Initiative Zernikow, die sich um den Erhalt des kulturellen Erbes der Region Zernikow sowie der historischen Bausubstanz der Gemeinde bemüht. In seiner Laudatio lobte Kreismusikschulleiter Manfred Schmidt das Engagement des Vereins und warb eindrücklich für das von der Initiative jährlich veranstaltete Maulbeerenfest. "Dort dreht sich alles um die Seidenraupe und Maulbeeren – so ein Fest gibt es wohl nur in Zernikow."
Der dritte verliehene Preis war dann der Barbara-Zürner-Umweltschutzpreis. Hier ging der erste Platz an den 85-jährigen Hans Remek, der für sein Lebenswerk geehrt wurde. Remek ist seit vielen Jahren in Sachen Umweltschutz aktiv, unter anderem richtete er im vergangenen Herbst ein Winterquartier für Fledermäuse ein. Für sein Engagement bekam er zusammen mit der Auszeichnung auch ein Preisgeld von 1 500 Euro überreicht.
Angelverein sammelt Müll
Der zweite Platz (500 Euro) des Umweltpreises ging an den Anglerverein Morgenröte. "Durch den Einsatz des Vereins wird Unmögliches möglich", lobte Ines Hübner, Oberbürgermeisterin von Velten, den ehrenamtlichen Einsatz der Angler. Zweimal im Jahr organisieren diese einen Umwelttag, um Müll am Veltener Stichkanal – ihrem Angelgebiet – einzusammeln. "Bei dieser Aktion kommen immer ungeheure Mengen an Müll zusammen", bedauerte Hübner. "Ich wünsche uns und den Anglern, dass sich das in Zukunft ändert."
Bevor die drei Preise verliehen wurden, drehte sich im Lichthof des Oberstufenzentrums alles um den Mauerfall vor 30 Jahren. Weskamp und Krüger berichteten davon, wie sie die Grenzöffnung miterlebt hatten und blickten auf den Grenzverlauf des damaligen Landkreises Oranienburg zurück. "Ich habe den Mauerfall verschlafen", gestand Weskamp. "Ich hatte damals mit Anfang 20 gerade mit einem Studium begonnen und habe erst am nächsten Morgen auf dem Weg zur Uni davon erfahren. Die Dimension des Ganzen war mir damals auch noch gar nicht bewusst."
Kunstprojekt vorgestellt
Wolfgang Krüger wusste da schon mehr zu berichten. "Ich war Chefredakteur beim RIAS-TV in West-Berlin – quasi dem Feindsender des DDR-Fernsehens." Die Nachricht vom Mauerfall habe er zu Hause im Fernsehen gesehen. "Ich habe meiner Frau einen Zettel geschrieben: ‚Bin im Sender’. Und dann bin ich sofort losgedüst." Obwohl schon Feierabend war, habe sich die Redaktion schnell gefüllt. "Meine Kollegen und ich wussten, dass gerade etwas Großes passiert war."
Auf der Gedenkveranstaltung wurden auch noch die Ergebnisse der zwei Kunstkurse des Maurer-OSZ präsentiert. 17 Monate haben die Schüler an ihrem Projekt zum Thema Mauerfall gearbeitet.

Infokasten mit zwei Zeilen Überschrift


Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel. kürzel