Die Veranstalter des ehrenamtlich organisierten Events – bis zu 500 Freiwillige arbeiten mit – wollen noch stärker in der Region Wurzeln schlagen. So wird der Jugendclub in die Vorbereitungen miteinbezogen. Angeboten werden zudem Praktikumsplätze in der Licht-, Ton- und Veranstaltungstechnik. Theaterchef Andreas Dalibor eröffnet mit seiner Band „Dalibor und die Unbestechlichen“ und dem „Kremmen Lied“ das Festival, das in diesem Jahr ein Jubiläum feiert: Vor 15 Jahren nahm es als Protestveranstaltung im Biesdorfer Schlosspark in Berlin-Marzahn seinen Anfang. Das Fest sieht sich nicht als politische Plattform. Es soll viel mehr ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Sexismus, Homophobie und Diskriminierung gesetzt werden.
Ab 2019 braucht es für die Veranstaltung allerdings eine Baugenehmigung, da die Flächen „regelmäßig in baurechtlich relevanter Art und Weise genutzt werden“, so Kreissprecherin Constanze Gatzke. Begründung: landwirtschaftliche Gebäude werden als Küche, diverse Areale für Zelte und als Parkplätze genutzt. Die Erteilung der Genehmigung setze voraus, „dass das Vorhaben auf dem Grundstück planungsrechtlich zulässig ist“. Dazu muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Dem Veranstalter sei der Umstand aber bewusst. Damit das Festival auch 2019 in Kremmen stattfinden kann, „müsste also unverzüglich mit der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans durch die Stadt Kremmen begonnen werden“, so die Kreissprecherin. (win)