Mehr als 1 700 Menschen hatten sich in einer riesigen Welle der Hilfsbereitschaft für den damals zwölfjährigen Nick als potenzielle Knochenmarksspender  typisieren lassen, zudem kamen mehr als 22 000 Euro an Spenden für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zusammen. Nick kam nicht diese Typisierungsaktion zugute, sondern eine andere. Er geht inzwischen wieder zur Schule. Doch aus der Hohen Neuendorfer Charge sind vier oder fünf Spender hervorgegangen, hat Stadtsprecherin Ariane Fäscher erfahren. „Wir konnten sehen, wie die Bürgerschaft zusammensteht, wenn es darauf ankommt“, so Steffen Apelt. „Das Beste an der Stadt sind ihre Menschen.“
Langweilig war das Jahr 2018 in Hohen Neuendorf auch sonst nicht. Der fertiggestellte Rathaus­erweiterungsbau und der Umzug haben die Stadtverwaltung vor einige Herausforderungen gestellt, vor allem die Bauverwaltung und das Hauptamt, aber auch alle, die mit angepackt haben. „Ich glaube, der Stadtverwaltung ist hier eine große Leistung gelungen, diesen Bau und Umzug neben einem vollen Tagesgeschäft mt zu bewältigen“, so Apelt. „Der Dank gilt dem ganzen Team.“ Lediglich in der Umzugswoche waren die Plätze einige Tage unbesetzt gewesen, anschließend ging es nahtlos weiter. Inzwischen haben viele Hohen Neuendorfer schon Gelegenheiten genutzt, den modernen funktionalen Bau, der durch viel Glas – auch in den Bürotüren – seinen öffentlichen Charakter unterstreicht, kennenzulernen, sei es, weil sie ein Anliegen hatten, oder sei es, weil sie an einer der angebotenen Führungen durchs Haus teilgenommen haben. „Ein lebendiges Zentrum der Begegnung entsteht, das spüren wir schon jetzt“, sagt Apelt auch mit Blick auf den Vorplatz, der in den kommenden Wochen und Monaten noch fast täglich sein Aussehen verändern wird und Ende 2019 fertig sein soll.
Zu den bemerkenswerten und erinnerungswürdigen Ereignissen des zu Ende gehenden Jahres zählt der Bürgermeister auch die nur scheinbar kleinen Dinge, die Engagement erfordern und Arbeit machen: Dazu gehören aus seiner Sicht die Veranstaltung auf dem Skulpturenboulevard ebenso wie der Spielplatz auf dem Adolf-Damaschke-Platz und die Stadtmeisterschaft im Zweifelderball, aber auch neue Bienen- und Blühwiesen, Nistkästen und viele Projekte aus dem Bürgerhaushalt. Auch die neue Städtepartnerschaft mit dem französischen Bergerac sei ein Erlebnis, das mit der Unterzeichnung des Vertrages zum Stadtempfang seinen ersten Höhepunkt hatte, so Apelt. Auch der bei derselben Gelegenheit verliehene Ehrenamtspreis sei zwar eine Tradition, das dahinterstehende Engagement der Einzelnen aber keineswegs selbstverständlich – was ebenso auf die Freiwillige Feuerwehr, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, den Kulturkreis oder den Verein „Hyperion“ zutreffe. Nicht alle „Meilensteine“ des Jahres seien wirklich aus Stein. Ebenso sei er stolz auf den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ für die Dr.-Hugo-Rosenthal-Oberschule.
Übrigens sei die Zusammenarbeit mit dem Landkreis eine sehr gute, konstruktive, betonte Steffen Apelt. Den Beschluss der Stadtverordneten, die Idee einer gemeinsamen Wohnungsbaugesellschaft fallen zu lassen, finde er persönlich daher „etwas übereilt“. Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit sei der Haushalt 2019, der zügig vom Kreis freigegeben wurde und nun zum 1. Januar zur Verfügung stehe.
Für das kommende Jahr und die nächsten Jahre sagt Steffen Apelt viel Arbeit in punkto Wachstum und Infrastruktur, aber auch bei der Ableitung von Niederschlagswasser voraus. „Die Starkregen haben uns die Schwachstellen gnadenlos aufgezeigt.“