Bürgermeister Stephan Zimniok zeigte sich darüber enttäuscht. Er hatte gehofft, dass die S 8 künftig bis Oranienburg verlängert wird, um den Takt zur Kreisstadt zu verdichten. "Aber das ist jetzt ein Schritt zurück", sagte Zimniok. Die Länder versprechen aber in ihrer Mitteilung zur Ausschreibung: "Für Fahrgäste ergeben sich zahlreiche Angebots- und Qualitätsverbesserungen. So entstehen neue Verbindungen, Beförderungskapazitäten werden erhöht und Taktfolgen einzelner Linien teilweise verdichtet."
Auf die Frage, warum die S 8 nach Birkenwerder gekappt wird, teilte das Infrastrukturministerium mit: "Nach dem geltenden Landesnahverkehrsplan 2018 steht eine bedarfsgerechte Bedienung von Birkenwerder außer Frage." Die S 8 ist aus Sicht des Verkehrsverbundes zu wenig ausgelastet. Zimniok hält entgegen, dass das Angebot dann verbessert werden müsse. Die Infrastruktur für den Endbahnhof sei zudem in Birkenwerder vorhanden.
Während die S 8 im Süden künftig bis nach Wildau verlängert werden soll, bleibt es bei der S 25 beim Start- und Endbahnhof Hennigsdorf. Velten werde aber in der Ausschreibung als Option genannt, sagte Katharina Burkardt, Sprecherin des Infrastrukturministeriums. Bei der Ausschreibung des Fuhrparks werde entsprechende Vorsorge getroffen. "Wir arbeiten weiter intensiv daran, die S-Bahn-Verlängerung Hennigsdorf-Velten entsprechend verwirklichen zu können", sagte Katharina Burkardt.