Doch nun sind die Grenzen nach Osteuropa für mindestens zwei Wochen dicht. "Und wir müssen damit rechnen, dass sie dann auch noch weiter geschlossen bleiben", sagte Voigts im Gespräch mit dem Oranienburger Generalanzeiger. Er fürchtet deshalb, dass es in 14 Tagen zu einem Engpass auf seinen Feldern kommen könnte. Deshalb sollen nun Einheimische einspringen. "Die Menschen zeigen sich sehr solidarisch. Gerüstbauer, Physiotherapeuten und Leute aus vielen anderen Berufen haben uns schon ihre Hilfe angeboten. Das erleben wir selten. Warum sollten wir sie nicht annehmen, wenn der Bedarf jetzt da ist?" Voigts sprach von rund 50 entsprechenden Angeboten.
Einfach sei der Job allerdings nicht. Der Spargelhofchef geht aber davon aus, dass er die neuen Helfer zügig anlernen kann. "Wir haben deutsche Vorarbeiter, die alles genau zeigen werden." Voraussetzung seien ansonsten körperliche Fitness und handwerkliches Geschick. Voigts bietet seinen Helfern 40-Stunden-Verträge und Jobs auf 450-Euro-Basis zu den Konditionen an, die auch seine ausländischen Kräfte erhalten.Für die deutschen Spargelstecher soll die Saison am 15. April starten. " 15 Sorten hat der Spargelhof im Anbau, 200 Hektar werden mit dem Edelgemüse angebaut - davon 170 im Ertrag, der Rest gehört den Jungpflanzen. Das Ernteziel für dieses Jahr sind 1000 Tonnen Spargel.
Vergangene Woche hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler die Menschen aufgerufen, den hiesigen Landwirten mit ihrer Arbeitskraft in der Corona-Krise unter die Arme zu greifen.Feiler hilft selbst neben seiner Abgeordnetentätigkeit auf dem Spargelhof im havelländischen Spaatz aus. Den Hof betreibt seine Ehefrau.
Interessierte Spargelstecher können sich beim Spargelhof Kremmen unter 0330552080 oder per E-Mail an info@rhinland.de melden.