Das Foyer ist ein helles und großzügiges Entree. Die Glasfront über dem Eingang setzt sich ins erste Obergeschoss fort, der Eingang kann von der Galerie aus eingesehen werden. Das Haus ist nicht nur ein Neubau für 350 Hortkinder. Vielmehr entstehen zusätzliche Räume, und die Aufteilung der drei Gebäude wird insgesamt verändert. So wird im Neubau künftig eine Schulbibliothek sein, und Mensa und Ausgabeküche wird viel Platz eingeräumt. Von der Waldstraße gut einsehbar, könnten hier künftig auch Veranstaltungen stattfinden, ohne dass das weitere Schulgebäude betreten werden muss. In der oberen Etagen sind die Schulverwaltung und große Fachräume für Musik- und Kunstunterricht, die durch eine Faltwand auch geteilt werden können. Auf dem begrünten Dach ist sicher ein wenig Platz für einige Bienenvölker.
Die Kosten, die die Stadt über Eigenmittel und einen Kredit finanziert, betragen 7,55 Millionen Euro, dazu kommen 1,37 Millionen Euro für die Außenanlagen. Im ersten Obergeschoss fällt eine Rampe, eine lange Schräge im Gang auf. "40 Zentimeter müssen hier überbrückt werden", erläutert Bauamtsleiter Michael Oleck. Sonst passt der Übergang zum einen Schulflügel nicht, der etwas tiefer liegt. Dadurch, dass sich der Verbindungsbau nahtlos zwischen die anderen Häuser schiebt, wird er auch gleich barrierefrei, denn über den Fahrstuhl des älteren Hauses sind alle Etagen schwellenlos zu erreichen.
Alle Firmen eingetaktet
Für den Bau zeigt das Architekturbüro IBUS verantwortlich. Als Bauleiter von IBUS sind Architekt Jorge Andujar und Bernd Rutkowski vor Ort. Rutkowski sorgt dafür, dass alles ineinandergreift, die Koordination der Gewerke klappt. Rutkowski hat schon mehrere Großbaustellen in Hohen Neuendorf als Bauleiter betreut, so die Grundschule Niederheide und das Gymnasium. "Da darf nichts aus dem Takt geraten, sonst wird der ganze Betrieb aufgehalten", sagt Bernd Rutkowski.
Aber es klappt. Derzeit sind die Elektriker und Fußbodenleger im Haus, die Maler sind im ersten und zweiten Stock schon durch, im Treppenhaus werden Geländer lackiert. "Alle Firmen haben das Problem, dass sie wenige Leute haben", so Rutkowski.
Corona diene einigen Firmen manchmal als Ausrede. Doch sei der Bau wegen der Pandemie kaum ins Stocken geraten, sagt Michael Oleck. "Die Klinkerer haben ein bisschen verspätet angefangen, weil sie ihr ausländisches Personal nicht gleich einsetzen durften. Sie haben den Verzug aber sehr gut aufgeholt."
Klinker macht nur einmal Arbeit
Die grau-braunen Klinkersteine fügen sich zu einer Fassade zusammen, die die porösen Betonziegelsteine der Bestandsaufnahme optisch fortführt. Eine gute Wahl, wie Oleck findet, die in der Gegend eigentlich zu selten genutzt werde, obwohl Tongruben und Ziegeleien für die Gegend doch zumindest typisch waren. "Klinker ist zwar etwas teurer, das rechnet sich mit der Zeit. Klinker hat Vorteile für die Wärmedämmung. Er ist außerdem ein unempfindliches Material, in das der Specht keine Löcher pickt, und er braucht keine Farbe, die mit Pestiziden versetzt wird, damit die Fassade nicht vergrünt."
Apropos grün: Die Außenanlagen gestaltet die Firma Tharo noch bis nächstes Jahr. Zwei neue Kletterspinnen sind schon da und auch an einer Wand sollen die Kinder künftig klettern können.

Info-Kasten


Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel. kürzel