Wärmeschutz erneuert
Die Fassade des mehr als 25 Jahren alten Schulbaus ist dabei vor vier Jahren komplett erneuert worden. 2015 und 2016 wurde die zum Hof zeigende Seite in Angriff genommen. Insgesamt investierte die Gemeinde Oberkrämer dort 960 000 Euro. "In diesem Jahr konnten wir die Sanierung der Westfassade der Schule und der Turnhalle abschießen", berichtet der Bauamtsleiter. "Hier wurde mit Baukosten in Höhe von knapp 480 000 Euro geplant."
Doch nicht nur der Schönheit und Außenwirkung wegen bekam das Nashorn eine Politur des Panzers. "Die Gesamtmaßnahme war notwendig, um den Anforderungen des Wärmeschutzes gerecht zu werden."
Mehrere Herzschlagfinale
Die Herausforderung für die Firmen und die Gemeinde bestand laut Dirk Eger bei allen drei Bauabschnitten darin, pünktlich zum Schuljahresbeginn auch den Schulbetrieb wieder aufnehmen zu können. "Dass die Herzschlagfinale jeweils erfolgreich bestritten werden konnten, zeigt die hohe professionelle Arbeit des Planers, der bauausführenden Firmen und unseres hausinternen Mitarbeiters für die Objektverwaltung und Bauüberwachung."
Bei der Außenfassade blieb es nicht. 2017 und 2018 nahm die Gemeinde erneut Geld in die Hand. Insgesamt rund 70 000 Euro steckte Oberkrämer in die Erneuerung der Heizungsanlage. Hinzu kamen seit 2015 jährlich jeweils rund 40 000 Euro, die für Werterhaltungsmaßnahmen ausgegeben wurden. Dazu zählten die Erneuerung von Türen, die Sanierung der Schultoiletten und Malerarbeiten in den Klassenräumen und Fluren. Insgesamt kamen die Arbeiten einer Frischzellenkur gleich.
Und die derzeitigen Arbeiten am Nashorn werden nicht die letzten gewesen sein. Die Gemeinde habe laut Dirk Eger die Erneuerung der Brandmeldeanlage beauftragt. "Diese Anlage wird soweit dimensioniert, dass dann auch der in Planung befindliche Schulanbau angeschlossen werden kann", sagt Eger und spielt auf das wohl größte Schulprojekt der nächsten Jahre an.
Aktuell hat die Nashorn-Grundschule zwei bis drei Züge je Klassenstufe. Der Plan der Gemeinde ist, dass jeder Jahrgang perspektivisch ein bis zwei Züge mehr bekommt. Geschuldet ist das dem anhaltenden Zuzug. In der Verwaltung wird davon ausgegangen, dass in den kommenden Jahren 100 bis 150 Kinder zusätzlich beschult werden müssen. "Dementsprechend brauchen wir Klassen- und Teilungsräume", informierte Hauptamtsleiter Ronny Rücker kürzlich. Aktuell plant die Gemeinde die Erweiterung. Der Anbau beziehungsweise die Erweiterung soll mehr als zwei Millionen Euro kosten. 2020 könnten die Arbeiten beginnen.

2003 erhielt die Einrichtung ihren prägnanten Namen


Das 25-jährige Jubiläum der Grundschule wurde im Oktober 2018 gefeiert. "Wir haben auf Wiese und Acker eine Schule gebaut", erinnerte sich der ehemalige Schulleiter Hubert Gediga an die Zeit, als die Schule aus dem Boden gestampft wurde.

Der erste Schultag: 182 Kinder versammelten sich am 2. Oktober 1993 vor der Alten Schule. "Unter Führung des damaligen Staatssekretärs gingen sie geschlossen zur Schule", so Gediga.

Ausgerichtet für bis zu 300 Kinder wuchs die Schule im Laufe der Jahre um eine Turnhalle (1997), die Aula (1998) und den Sportplatz im Jahr 2003.

2003 erhielt die Grundschule im Rahmen einer großen Schülerbefragung ihren heutigen Namen.

Seit 2015 ist Manuela Schulz die Schulleiterin. Mehr als 300 Kinder besuchen die Schule. "Ich bin umgeben von neugierigen und kreativen Kindern und einem fantastischen Kollegium, das täglich herausragende Arbeit leistet", sagte sie zum Jubiläum. win