Er hat Ende September die entsprechende Ausbildung im bayerischen Adelschlag bestanden und gleichzeitig dort auch die "Kenntnisnachweisprüfung" für Drohnen - so die offizielle Bezeichnung für die Lizenz zum Fliegen - bestanden. "Die Prüfung ist megaschwer", warnt er vor einer nachlässigen Vorbereitung.
Stephan Fick ist beruflich viel mit schweren Drohnen unterwegs. Der 53-Jährige kann aus der Luft große Gebiete schnell vermessen. Auch schwer zugängliche Bereiche, zum Beispiel eine Steilwand an einer Autobahn im Gebirge oder die historische Stadtmauer von Gransee, hat Fick bereits abgeflogen. In seiner Branche gehört er zu den Drohnen-Pionieren. "Damit haben sich noch nicht so viele Kollegen mit beschäftigt", sagt er. Sein Unternehmen "Datenverarbeitungs-, Informationssystem-, Vermessungs-Gesellschaft mbH" (DIV) wurde 1996 in Hohen Neuendorf gegründet und beschäftigt acht Mitarbeiter.
Beim Drohnen-Führerschein handelt es sich um den Nachweis besonderer Kenntnisse beim Umgang mit Drohnen und anderen unbemannten Fluggeräten. Dieser Kenntnisnachweis ist fünf Jahre gültig und muss anschließend erneut beantragt werden. Für das Fliegen auf einem Modellflugplatz wird hingegen kein Kenntnisnachweis gefordert. Für alle Drohnen ab 250 Gramm - das betrifft dann fast alle Drohnen - gilt eine neue Kennzeichnungspflicht. Gesetzlich vorgeschrieben ist das Anbringen eines feuerfesten Kennzeichens mit dem Namen und der Anschrift des Eigentümers.
Für die erste Prüfung, die Stephan Fick am 27. Oktober in Hohen Neuendorf in Zusammenarbeit mit dem vom Luftfahrtbundesamt zertifizierten Partner "UAV DACH" anbietet, gibt es noch freie Plätze. Die Prüfung kostet 199 Euro. Interessierte sollten sich mit Fachliteratur oder online gewissenhaft auf die Themenfelder Meteorologie, Navigation und Luftverkehrsrecht gewissenhaft auf die etwa einstündige Prüfung vorbereiten. "Es gibt 60 Fragen aus den drei Teilbereichen, die erfahrene Piloten eigentlich alle beantworten können. Jeweils 75 Prozent müssen richtig beantwortet werden", erklärt Fick, der langfristig auch Vorbereitungskurse anbieten will, wenn in der Drohnen-Szene daran Interesse besteht. Ein Praxistest ist nicht vorgeschrieben.
Wer sich zur Prüfung anmeldet, muss mindestens 16 Jahre alt sein, den Personalausweis mitbringen und ein polizeiliches Führungszeugnis, das nicht älter als ein Jahr ist, im Original vorlegen. Die Luftfahrtbehörde nimmt den Führerschein ernst. "Wer schummelt, besteht die Prüfung nicht", so Fick. Doch selbst das Abgucken wird schwer gemacht. Es gibt zehn verschiedenen Prüfungsbögen, sodass Nachbarn nicht voneinander abschreiben können.
Anmeldungen für die Drohnen-Führerscheinprüfung am 27. Oktober in Hohen Neuendorf nimmt Stephan Fick telefonisch unter der Rufnummer 03303 21460 oder per E-Mail (info@div-gmbh.de) entgegen. Auf seiner Homepage im Internet bietet er auch ein Gewinnspiel an. Wer drei Fragen richtig beantwortet, kann mit Glück die Prüfungsgebühr am 27. Oktober sparen.