Knapp ein Dutzend Tanzgruppen waren angekündigt, darunter die Mühlen- und Fließtaltänzer, die Gruppe "Darf ich bitten?" und die Spätlese aus Bärenklau. Besucher waren aufgefordert, mit zu tanzen. "Ihr macht keine Fehler, ihr tanzt dann eben individuell", wischte Bärbel Richter die eventuell vorhandene Schüchternheit einiger Gäste weg. Sie ist Tanzleiterin der Gruppe Vital aus Oranienburg und Vorstandsmitglied im Seniorenbüro des Landkreises. Sie fand Gefallen an der Stadthalle: "Das ist der Raum, von dem wir träumten." Bisher hätte die Veranstaltung eher im kleineren Ambiente stattgefunden. "Hier können wir uns ausbreiten." Die Stadthalle war nicht nur wegen der Größe eine Neuerung: "Wir sind heute zum ersten Mal in die Öffentlichkeit gegangen", sagte Helmut Jilg, Vorsitzender des Seniorenbüros. In den Vorjahren habe die Festivität eher etwas Internes gehabt.
Fast 100 Senioren versammelten sich in der Stadthalle, tanzten gemeinsam in ihrer Gruppe und mit Besuchern. Hohen Neuendorfs Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) schaute als Hausherr vorbei, sprach "Respekt und Bewunderung" für die Organisatoren aus. Er würde sich so eine öffentliche Tanzveranstaltung für die Hohen Neuendorfer wünschen. "Tanzen verbindet", sagte er. Seinen seit Jahren wegen Bequemlichkeit und Zeitmangel aufgeschobenen Tanzkurs wolle er nun auch nachholen.