Dabei ist "die Entscheidung über die Haushaltssatzung der Gemeindevertretung vorbehalten", begründet die linke Dreierfraktion ihren Antrag, diese Diskussion jetzt nachzuholen. Selbst wenn die Stadt durch die Verschiebungen im Kreis gezwungen würde, ihre Oberschule abzugeben: Das werde "sicher einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen", so Tietz in seinem Antragstext an den Vorsitzenden des Stadtparlaments Detlef Reckin. Eine unmittelbare Reaktion sei also nicht erforderlich, zumal die Lösung der strittigen Ausbauphase des Schulhofs vor allem den Kindern der Grundschule nutzen werde.
Die Fraktion Die Linke/BfB/Koop fordert daher, die Schulhofgestaltung, wie ursprünglich beschlossen, fortzusetzen - "unabhängig vom Verlauf der Strukturveränderungen im Schulwesen". Ein Antrag, mit dem sie durchaus auch in den anderen Fraktionen Sympathie erntet.
"Ich schließe mich voll an", sagt etwa Dr. Stefanie Gebauer (CDU), die als Vorsitzende des Schul-Fördervereins ein besonderes Interesse an dem Thema hat. Für die gesamte CDU-Fraktion könne sie dabei allerdings nicht sprechen. Ihre Kollegen haben sich noch nicht auf eine gemeinsame Linie verständigt.
Auch Andreas Kretschmar (Bürgerbündnis 08) hat sich mit den Vertretern seiner Fraktionspartner SPD und Grüne noch nicht kurzgeschlossen. Er hält es für verfrüht, das Thema öffentlich zu diskutieren, bevor es auch nur eine offizielle Einladung gibt.
Einen Termin zumindest haben die Antragsteller schon ins Auge gefasst: Für Donnerstag, 21. Mai, sollten sich die Kremmener Stadtverordneten nichts anderes mehr vornehmen.