"Eigentlich wollten wir schon zu Ostern so weit sein", sagt seine Mitarbeiterin Tanja Bienek, "aber dann hat der Sturm die Folien vom Feld geweht." Noch mitten in der Nacht seien die Schäden behoben worden. Aber das empfindliche Gemüse war schon ausgekühlt und braucht jetzt entsprechend länger zum Wachsen.
So müssen die Saisonarbeiter noch etwas länger auf Voigts' Anruf warten. Nach dem freundlichen März hatte er sie auf einen ähnlich frühen Start wie im Vorjahr vorbereitet - "aber die Helfer sind flexibel." 500 Mitarbeiter wird Voigts zum Saisonhöhepunkt beschäftigen, den er in etwa zwei Wochen erwartet.
Die Spargelstecher und -sortierer machen davon nur die Hälfte aus. Sie kommen aus Polen und sind zu 80 bis 90 Prozent "alte Hasen", schätzt Malte Voigts: "Die kommen schon seit unserer ersten Ernte immer wieder."Nächstes Jahr, so hofft er, möchte er sie noch länger halten. Dann sollten zum ersten Mal die Heidelbeeren voll tragen. Die wurden im vergangenen Jahr gepflanzt, auch um die Saison zu verlängern.
Der Hofladen in Kremmen und die Verkaufsstände im Umland werden jetzt geöffnet. Dort sind noch einmal ähnlich viele Mitarbeiter beschäftigt, sie kommen aus der Umgebung.
Die Preise will der Geschäftsführer gegenüber dem Vorjahr stabil halten, auch wenn seine Personalkosten durch den Mindestlohn gestiegen sind. Das Kilogramm soll zwischen 4,99 und 9,99 Euro kosten, je nachdem, wie dick und gerade die Stangen gewachsen sind. Um die Ausweitung des Spargelanbaus von der Konkurrenz im Norden Oberhavels macht er sich dieses Jahr noch keine Sorgen. "Davon lasse ich mich auch nicht abhalten." Und auf dem Großmarkt lägen die Preise noch deutlich höher als auf dem Kremmener Spargelhof.