Dass die Motoren vorerst nicht mehr gestartet werden, begründet Ressel mit einer "unsicheren Finanzlage für die Organisation von Rennveranstaltungen". Mehrere tausend Euro seien notwendig, um Events auf die Beine zu stellen. "Dafür müssen wir in Vorkasse gehen. Um das Wohl des Vereins nicht zu gefährden, haben wir die Reißleine gezogen".
Die Unklarheiten im Bereich der Wolfslaker Finanzen sind das Resultat von heftigen Querelen innerhalb des Vorstandes. Vor einigen Tagen trat daraufhin die Vorsitzende Anne Wolfgramm zurück. Aktuell besteht die Klubspitze mit Dennis Richter (2. Vorsitzender), Stefan Fehlow (Schatzmeister) und Claudia Weisheit (Schriftführerin) nur aus drei Personen. "Unsere Satzung lässt es aber zu, dass wir bis Anfang 2020 in dieser Besetzung erst einmal so weiter machen", sagt Heino Ressel.
Der Verein will sich sammeln und hat sich dafür entsprechend Zeit verordnet. Schon jetzt deutet sich aber an, welchen Weg Wolfslake künftig gehen möchte. Denn die in diesem Jahr intensiv aufgebaute Nachwuchsarbeit soll weiter im Vordergrund stehen. Steigende Mitgliederzahlen im Jugendbereich und die hohe Trainingsbeteiligungen von Kindern aus der Region Oberkrämer sollen die Richtung vorgeben.
Die für die kommenden Wochen angesetzten Trainingstermine und öffentliche Präsentationen sollen daher wie geplant durchgeführt werden. Weiterhin wird der Verein mit seiner Mannschaft "Wolfspack" an den Rennen des Speedwayteamcups teilnehmen. "Daran werden wir nicht rütteln", so Ressel.
Der Verein will im Verlauf des Jahres das finanzielle Gerüst auf ein gesundes Fundament stellen, um auch 2020 seinen Fans Motorsport bieten zu können. Gleichwohl feiern die Wolfslaker ihr 40-jähriges Bestehen. "Wir haben uns beraten lassen, was wir tun können", damit der Verein nicht stirbt, sagt Heino Ressel. "Aktuell können wir uns keine großen Rennen leisten und werden kleine Brötchen backen."