Sportlehrerin Melanie Kunert von der Kremmener Schule hat alles im Griff. Kurz vor 8 Uhr macht sie noch einen Rundgang über den Sportplatz. Doch es ist alles perfekt. Die verschiedenen Sportstationen sind aufgebaut. Die Sonne lacht vom wolkenlosen Himmel, hatte sie immerhin so bestellt, und die beiden Hausmeister tragen sie auf Händen. Na gut, das stimmt so nicht ganz. Sie tragen die übergroße Leiter, damit zur Eröffnung des Sportfestes ein Foto gemacht werden kann.

Buntes Gewimmel auf dem Sportplatz

Es sind immerhin 256 Kinder, die natürlich coronabedingt auf Abstand auf dem Platz Aufstellung nehmen müssen und auf dem Gruppenfoto zu sehen sein sollen. Also weiter zurück mit der Leiter, dirigiert sie die Hausmeister und steigt dann auf die Leiter. „Ja, das könnte gehen“, ist sie zufrieden und begibt sich nun an die Aufstellunglinie, für die Klassen. Denn ein immer stärker ansteigender Geräuschpegel aus Richtung Schule signalisiert, dass die Kinder kommen.

Aufstellung fürs Gruppenfoto

Zielstrebig laufen die Kinder auf die Sportlehrerin zu, die ihnen die Strandorte zuweist. Strahlenförmig stellen sich die Klassen auf. Die Hand wird auf die Schulter des Vordermanns gelegt, damit kann auch der erforderliche Abstand gewahrt werden. Ein paar Begrüßungsworte und das Foto gemacht, dann heißt es: „Sport frei!“ Zum Aufwärmen sind zehn Hampelmänner zu machen, dann geht es an die verschiedenen Stationen. Die Gruppen messen sich im Zweifelderball, im Torwandschießen, beim Fußball auf dem Mini-Spielfeld und an zahlreichen anderen Stationen.

Qualifizierung für den Crosslauf in Mildenberg

Auch den Crosslauf hat die Lehrerin in den Aktionstag integriert. Anstelle der Bäume, da der ansonsten durch den Wald führt, stehen diesmal Kegel als Ersatz bereit. Die Kinder stört das nicht. Sie haben ihren Spaß und strengen sich an. Schließlich qualifizieren sich die Besten für die Teilnahme am Crosslauf in Mildenberg.
Alles läuft, nicht nur die Kinder, sondern die ganze Veranstaltung. Melanie Kunert ist zufrieden. Ihr Fazit: „Wegen der Corona-Pandemie mussten viele Veranstaltungen ausfallen, deshalb wollten wir den Kindern mit dem Aktionstag etwas Besonderes bieten und ihren zeigen, wie viel Spaß Sport machen kann. Wenn wir es schaffen, sie dadurch zu animieren, auch nach der Schule in der Freizeit noch sportlich aktiv zu sein, dann haben wir unser Ziel erreicht.“