Die Städtepartnerschaft zwischen Hohen Neuendorf und Müllheim beschreibt die Verwaltung als herzlich und lebendig. Seit 28 Jahren währt diese nun schon. Eine, die dafür gesorgt hat, dass dieses freundschaftliche Band über die Jahre Bestand hat, ist Regina Hackel. Aus gesundheitlichen Gründen legt sie nun ihr Amt als Vorsitzende der AG Müllheim nieder. Das teilte die Verwaltung mit.
Für ihr Engagement in Sachen Verständigung, Austausch und Freundschaften zwischen den Menschen der Städte, bedankte sich Bürgermeister Steffen Apelt (CDU) bei Regina Hackel. „Ich weiß, wie sehr Sie für Müllheim und unsere Partnerstädte insgesamt brennen“, würdigte Apelt die scheidende Vorsitzende. „Sie brachten Lebendigkeit in die Städtepartnerschaften und haben durch Ihren Einsatz viele Menschen zueinander gebracht, aus denen Freunde wurden.“

Inoffizielle Partnerschaft gab es schon in den 60er-Jahren

Regina Hackel kann sogar weit über knapp 30 Jahre Partnerschaft blicken. Tatsächlich habe eine inoffizielle Partnerschaft bereits seit den 60er-Jahren bestanden, wusste sie bei der Übergabe des Dankes und der Blumen zu berichten. Damals standen bereits die Kirchgemeinden unter den Pfarrern Schönbucher und Hoppe im Kontakt zueinander und es gab bereits gemeinsame Treffen in Berlin.
„Das war eine gute Basis, auf die die Bürgermeister Hanspeter Sänger (Müllheim) und Günter Siebert (Hohen Neuendorf) die offizielle Städtepartnerschaft 1992 fußen konnten“, sagte die 69-Jährige. Auch ihr Mann, der ehemalige und inzwischen verstorbene SVV-Vorsitzende Herbert Hackel, setzte einiges für die Partnerschaft in Bewegung.

Erster Besuch in Müllheim: „Das war unvergesslich“

An den ersten Besuch einer kleinen Delegation aus Hohen Neuendorf in Müllheim erinnert sie sich noch heute gern zurück: „Das war ein unvergesslicher, warmer und herzlicher Empfang der Müllheimer Gastgeberfamilien. Das hat uns alle nachhaltig beeindruckt und sicherlich das Engagement für die Partnerschaft noch verstärkt.“ Viele weitere Reisen und Treffen, auch auf Vereinsebene, schlossen sich an.
Nun hofft Regina Hackel, dass die Städtepartnerschaften nach Corona bald wieder Fahrt aufnehmen und dass sich schnell jemand findet, der ihre Nachfolge im Vorsitz der AG Müllheim antritt. „Es steckt so viel Herzblut in dieser Städtepartnerschaft und es ist eine sehr belohnende Aufgabe", wirbt sie um Bewerbungen für die Aufgabe.