2003 übernahm die Kraftfahrzeugbau, Fertigung und Landtechnik GmbH (KFL) den Teschendorfer Produktionsstandort der insolventen Banner-Maschinenbau GmbH. Deren Mitarbeiter hatten Glück, denn ihre Fachkenntnis wurde gebraucht und sie übernommen. Auch die Hallen und Maschinen konnte die KFL gut gebrauchen, denn das Unternehmen war im Bereich des Stahl- und Maschinenbau selbst am Umstrukturieren. Die Serienproduktion von Containern war vom Auftragnehmer storniert worden, andere Produktionsfelder mussten also erschlossen werden. Statt in Serie zu produzieren, setzte das Unternehmen auf die Anfertigung von Spezialbauten nach Kundenwunsch - und hatte Erfolg. Zum Angebot gehören unter anderem die Herstellung von Schweißbaugruppen, die Lieferung und Montage von ganzen Stahlkonstruktionen aber auch Balkone, Geländer, Treppen, Zäune sowie Türen und Brüstungen.
Auch die Sparte Bühnentechnik konnte erfolgreich weitergeführt werden. "Das war für uns selbst schon ein Wagnis, denn was haben Landmaschinentechnik und Bühnentechnik eigentlich gemein, doch nur das Wort Technik im Namen", erinnerte Geschäftsführer Ulf-Peter Degebrodt an den holprigen Beginn, der jedoch längst zu einer Erfolgsstory geworden ist. Je breiter aufgestellt im Produktionsbereich ein Unternehmen sei, umso besser ließen sich Auftragsrückgänge kompensieren.
Parallel dazu setzt die KFL auf Innovation und Forschung, wie die Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität und der Technischen Universität Berlin sowie der Technischen Hochschule in Wildau belegen. Internationale Anerkennung erfuhr beispielsweise die Entwicklung des Mooserntebootes in Zusammenarbeit mit dem IASP, dem Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte an der HU Berlin. Gerade geprüft wird vom Unternehmen die Patentanmeldung für eine "Innovative Multifunktionsbox zur sensorgestützten Pflege und Behandlung von Klauen für Milchrinder", die gemeinsam mit der Frankenförder Forschungsgesellschaft am Wissenschaftsbereich Berlin entwickelt wird, verriet der Geschäftsführer am Ende seiner Rede.