Als Grund für die Sperrung nannte das Unternehmen fehlerhafte Schienen. Die Mängel seien am vergangenen Wochenende festgestellt worden, teilte Gahler auf Nachfrage mit. "Die Situation hatte sich am Montag durch Nachuntersuchungen verschlechtert", sagte er. Züge hätten die Abschnitte nur mit 20 Stundenkilometern passieren dürfen. "Damit ist ein Fahrplan aber nicht möglich", erklärte der Bahnsprecher. Eine Firma prüfe, ob mehrere kleinere Schienenwechsel die Dauer der Sperrung verringern könnten.
RE-6-Reisende nutzen vorerst zwischen Kremmen und Hennigsdorf die Ersatzbusse mit Halt in Velten. Ab Hennigsdorf verkehrt die S 25 bis Berlin-Gesundbrunnen. RB-55-Fahrgäste nehmen den Ersatzbus zwischen Kremmen und Hennigsdorf. Auf der Strecke Hennigdorf–Velten pendelt die RB 55 mit fünf Minuten späterer Abfahrt Richtung Hennigsdorf.
Veltens Linken-Vorsitzender Alexander Moser-Haas fordert derweil in einer Online-Petition eine Anschlussgarantie der Linien in Hennigsdorf. "Die Züge des RE 6 und der RB 55 fahren mit wenigen Minuten Verspätung in Hennigsdorf ein, von der S 25 oder der RB 20 sind dann meist nur noch die Rücklichter zu sehen", so Moser-Haas. Er fordert vom Ministerium für Infrastruktur, der Deutschen Bahn AG und der S-Bahn-Berlin GmbH eine bessere Abstimmung der Takte.