Verlangt werden sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 200 Euro mehr pro Monat ab dem 1. März 2019. Die Entgelte würden aktuell durchschnittlich 300 Euro unter denen des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD) liegen, der für kommunale Kliniken gilt, so Verdi.
Von dem Sana-Konzern-Tarifvertrag sind rund 10 000 Arbeitnehmer in 20 Kliniken betroffen. Eine Notdienstvereinbarung während der Zeit des Streiks hätten die Sana Kliniken verweigert, so der Betriebsrat in Sommerfeld. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilen die Sana Kliniken mit: "Selbstverständlich ist die medizinische Versorgung der Patienten sichergestellt. Es wurden in Sommerfeld vorsorglich einige planbare Operationen verschoben."
Zu der Forderung nach mehr Lohn: Bisher habe der Konzern kein Angebot vorlegt, sagt Sylvia Bühler vom Verdi-Bundesvorstand. "Die Beschäftigen sind sauer", lässt sie über den Betriebsrat der Sana Kliniken in Sommerfeld mitteilen. "Die anspruchsvolle und oft auch sehr belastende Arbeit in den Kliniken muss auch bei Sana anständig bezahlt werden", sagt Sylvia Bühler. Sie schließt sich der Forderung nach einer "kräftigen Lohnerhöhung" an. Auch die Ausbildungsentgelte sollen erhöht werden, so ein weiteres Anliegen. Azubis in kommunalen Kliniken bekämen je nach Ausbildungsjahr 14 bis 16 Prozent mehr Geld.
Schon am Dienstag wurde in Sommerfeld gestreikt. Laut Betriebsrat nahmen rund 100 Mitarbeiter an einer Aktion teil. In der "aktiven Mittagspause" verliehen sie ihren Forderungen Nachdruck.
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Sana Kliniken AG und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft findet am Donnerstag, 23. Mai, statt. Von den Sana Kliniken heißt es auf Nachfrage: "Ich bitte um Verständnis dafür, dass wir Aktionen und Forderungen im Rahmen von laufenden Tarifverhandlungen grundsätzlich nicht kommentieren."