Nachdem OVG-Busfahrer Philipp Steffen die enge Wendeschleife hinter dem Tierpark-Eingang passiert hat, werden sie dort mit großem Hallo begrüßt. Die meisten Fahrgäste steigen dort wieder aus, ausgestattet mit einem Freiticket, das Tierparkchef Torsten Eichholz spendiert hat. An seinen Pferdekutschenwagen hängt er demonstrativ ein "Zu-verkaufen"-Schild" – in der Hoffnung, dass die Buslinie 283 über den sechsmonatigen Probetrieb hinaus Bestand haben wird. "Das ist heute ein Etappensieg", sagt Nicole Walter-Mundt, Vorsitzende des Oranienburger CDU-Stadtverbands. 
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An der Haltestelle Forsthaus Sommerswalde darf mit Saft und Prosecco angestoßen werden. Oranienburg, Oberkrämer und Kremmen beteiligen sich mit je einem Viertel der Kosten am Bus, der nun am Wochenende alle zwei Stunden von Oranienburg nach Kremmen und zurück fährt. Die Restkosten teilen sich die Unternehmen Tierpark, Forsthaus Sommerswalde, Bäckerei Plentz, Spargelhof und Regionalpark Krämer Forst zu ungleichen Teilen. "Die Idee gab es länger. Doch von der Initiative bis zur Realisierung ging es recht schnell", sagt Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) zufrieden. Die Zusammenarbeit mit der Oberhavel Holding sei kooperativ gewesen, meint Justiziar Peter Matschke, der für die Verhandlungen unter den Partnern zuständig war.
Ausflügler sollen mit dem 823 bequem ans Ziel kommen. Wer mit dem ABC-Ticket am Bahnhof Oranienburg ankommt und über Germendorf hinaus will, muss allerdings für 1,50 Euro nachlösen. Mit einem Tagesticket der OVG für sieben Euro lässt sich an den Stationen verweilen.