Die Oranienburger Havel dürfen Boote nur noch mit einem Tiefgang von weniger als einem Meter befahren. "Die Stadt ist trotzdem noch gut über das Wasser zu erreichen", sagte Dosch. "Die Pegel im Oranienburger Kanal sind noch ausreichend, dass alle gut in die Ruppiner Gewässer kommen. Und der Anleger hinter dem Schlosspark ist auch nicht so schlecht."
Weiter oben im Norden und auch im Barnim wurden inzwischen aber die ersten Schleusenzeiten reduziert, um die Wasserpegel zu halten. Betroffen sind unter anderem die Schleuse Voßwinkel in Richtung Neustrelitz sowie die Schleusen Eichhorst und Roseneck in den Werbelliner Gewässern, die nur noch stündlich Boote durchlassen.
In Oberhavel wurden bislang keine Schleusenzeiten reduziert. Aktuell sei dies auch nicht geplant, sagte WSA-Sprecher Dosch. Er appellierte aber an die Freizeitkapitäne zu mehr Achtsamkeit. So sei es ratsam, an Selbstbedienungsschleusen auf nachfolgende Boote zu warten. "Wenn jeder einzeln durchfährt, ist der Verbrauch enorm."
Ursache für die aktuellen Probleme seien die niedrigen Wasserstände in der Müritz im Norden und der Spree im Süden von Berlin. "Die Niederschläge im Winter haben nicht gereicht, um die Verluste aus dem trockenen Sommer 2018 auszugleichen", erklärte Dosch. Die aktuelle Dürre mache die Sache nicht besser. Die Lage entspannen könne nur baldiger und andauernder Regen.