Diese Bereiche öffnen
Kurz nach acht Uhr betraten die ersten Stammgäste das Fitnessstudio. Auch die Kegel- und Bowlingbahn kann nun wieder genutzt werden, wenn auch nur zwischen 16 und 22 Uhr. An der Kletterwand gibt es einen eingeschränkten Betrieb. "Alle, die über einen eigenen  Kletterschein verfügen und keiner Sicherung durch einen Trainer bedürfen, dürfen ran", betonte Duberow. In der MBS-Arena und dem HBI-Sportforum können seit Donnerstag kontaktfreier Individualsport stattfinden. Tischtennis ist ebenso möglich wie Badminton. Der Re-Start im Bad- und Saunabetrieb ist für den 13. Juni vorgesehen.
Das regelt das Konzept
Duberow berichtete, dass in den zurückliegenden Tagen mit hohem zeitlichem Aufwand die erforderlichen Maßnahmen justiert wurden, "auf die wir uns seit vielen Wochen vorbereitet haben". Erst am Dienstag sei abschließend bekannt geworden, dass die Betreiber die Hygienekonzepte eigenverantwortlich aufzustellen haben. In einem  Telefonat mit der unteren Gesundheitsbehörde wurde dem Turm-Geschäftsführer bestätigt, dass diese Konzepte nicht geprüft oder beschieden werden. "Natürlich müssen alle Betreiber mit Kontrollen rechnen. Das ist auch richtig so. Bei der Aufstellung des Konzeptes haben wir uns Branchenstandards bedient, weil das eine gute Arbeitshilfe ist." Im Foyer gibt es im Bereich der Kassen eine Maskenpflicht. "Wir empfehlen, die Masken bis zum Erreichen des Schrankes zu tragen", so Duberow. Im Bereich der Bowling- und Kegelbahn gilt die Mundschutzpflicht auf den Verkehrswegen bis zum Erreichen des Tisches. Im Fitnesscenter wurden die Geräte auseinandergerückt und ein Einbahnstraßensystem geschaffen. "Wir hatten schon immer sehr hohe Hygienestandards und feste Reinigungszyklen, die wir nun noch einmal angepasst haben." Für frische Luft sorgt neben Stoßlüftungen ein System, das allein im Fitnesscenter pro Stunde bis zu 63000 Kubikmeter Zuluft und Abluft durch die Anlage gewährleisten.
Bitte des Hauses
Duberow appelliert an die Vernunft. "Natürlich gilt für unsere Gäste die Regelung, auf einen Besuch zu verzichten, wenn man sich nicht wohl fühlt."
Anmeldung gewünscht
Die Turm-Erlebniscity sei laut Duberow über die Herausgabe der Schlüssel sehr gut in der Lage, den Zugang zu regulieren. Da Schränke in den Kabinen individuell zugewiesen werden können, "sind wir gut vorbereitet". Für den Bowlingbereich, wo laut Konzept nur jede zweite Bahn genutzt werden kann und Bälle sowie Sitze regelmäßig gereinigt werden, wird um Anmeldungen gebeten. "Im Fitnesscenter gehen wir von aus, dass wir mit dem Zulauf zurechtkommen", so Duberow. "Sollten wir merken, dass wir an die Grenzen stoßen, werden wir das Konzept anpassen. Das ist ein lebendiges Dokument."
Kein Public Viewing
Die Manjana-Bar bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Können auf der Bowlingbahn Fußballübertragungen verfolgt werden? "Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das Einschalten der Monitore nicht verboten sein kann, während sich die Gäste beim Bowling so verhalten, wie es für den Bereich zulässig ist. Was nicht geht, sind Public-Viewing-Zusammenkünfte. Die Spiele laufen einfach nebenbei mit."
Wirtschaftliche Situation
"Wir leben davon, viele Gäste im Haus haben", betonte Duberow. Unter normalen Umständen können bis zu 600 000 Besucher pro Jahr begrüßt werden. Die Zwangsschließung hat Folgen. "Die Turm-Erlebniscity hat als Zuschussbetrieb eine recht schwierige Zeit hinter sich gebracht", macht der Geschäftsführer deutlich. Er sei dankbar, dass es im März zwei Betriebsvereinbarungen gab, die das Haus in die Lage versetzten, Kurzarbeit einführen konnten. Diese endet nicht automatisch mit der Teilöffnung. "Sie wird es zu einem gewissen Teil geben, bis wir das alte Niveau erreicht haben." Für die betroffenen Kollegen sei das nicht angenehm. "Ihnen gilt mein Respekt." Dank gelte auch Geschäftspartner wie HBI, MBS und AWU, die in Corona-Zeiten keine Einschnitte an ihrem Engagement vorgenommen hätten.