"Die Nachricht, dass für mich ein Stammzellspender gefunden wurde, war für mich wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag." So beschreibt der 17-jährige Gymnasiast Karl Kapahnke, der zum zweiten Mal an Leukämie (Blutkrebs) erkrankt war, den Moment kurz vor Weihnachten, als er erfuhr, dass sein genetischer Zwilling entdeckt wurde. "Das war meine letzte Chance." Die anschließende Transplantation glückte. Heute ist der junge Schildower gesund.
Weil die Suche nach einem Spender dem Finden einer Nadel im Heuhaufen gleicht, wirbt Karl Kapahnke regelmäßig für eine Registrierung in der DKMS-Spenderdatei. Am Dienstag organisierte er mit Mitschülerinnen und Mitschülern eine Typisierungaktion für Elft- und Zwölftklässler an seiner Schule. In der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums erklärte Benjamin Lieb von der DKMS die Hintergründe der Krankheit und der Datenbank. Anschließend konnten die Jugendlichen eine Speichelprobe abgeben und sich damit für die Datei registrieren lassen. Viele kamen dem Aufruf von Karl Kapahnke nach. Auf dem Flur bildete sich eine lange Schlange, obwohl zwölf Schülerinnen und Schüler bei der Aufnahme der Daten halfen.
"Ich hoffe, im Notfall helfen zu können", sagte die 17-jährige Hannah Weiß. "Wenn mir so etwas passieren würde, wäre ich auch froh, wenn es viele potenzielle Spender geben würde", erklärte Oskar Wolff.