In diesem Jahr wird Peter Fechter gedacht. Am 17. August 1962 wurde der 18-Jährige erschossen, als er die Mauer am Checkpoint Charlie überklettern wollte. Bisher standen Opfer innerhalb Berlins im Zentrum. Künftig, sagt Uleniecki, wolle man auch Maueropfern in Brandenburg den Lauf widmen. "Der Fokus soll auch auf Brandenburger Gemeinden gelegt werden", sagt er. Im Gespräch sei etwa, Marienetta Jirkowsky zu Gedenken. Bei einem Fluchtversuch wurde sie 1980 zwischen Frohnau und Hohen Neuendorf angeschossen, sie erlag ihren Verletzungen. Insgesamt 138 Maueropfer sind bekannt.
Auf dem Oberhaveler Streckenabschnitt kommen die 100-Meilen-läufer gleich an mehreren markanten ehemaligen Grenzpunkten vorbei - an den Grenztürmen in Nieder Neuendorf und Bergfelde, der heute ein Naturschutzturm ist. Aber auch dort werden Tafeln an die Geschichte des Ortes erinnern. Auf diesem Stück ist der Weg in seinem Originalzustand erhalten, erklärt Uleniecki. Für die Läufer ist das imposant, aber auch eine Stolperfalle. Auf dem Abschnitt vom Turm, wo die Läufer zwischen Sonnabend, 23 Uhr, und Sonntag. 3 Uhr, erwartet werden, durch den Wald bis Glienicke werden Radfahrer die Teilnehmer begleiten. Die Schnellsten schaffen die 160,9 Kilometer in gut 16 Stunden.