Ursprünglich sollten insgesamt sogar 29 Bäume gefällt werden, um Platz für bereits vor Jahren gepflanzte Ersatzbäume sowie neue Linden zu schaffen. Doch nach Protesten der Bürgerinitiative "Baumschutz kommunal" und einer Ortsbegehung mit einem vereidigten Sachverständigen Anfang Dezember vergangenen Jahres wurde die Anzahl auf 16 reduziert. Die Verwaltung sagte zu, dass die geretteten Linden  auf Kopf zurückgeschnitten werden. Damit geben sich die Baumschützer aber nicht zufrieden.
"Die Fällungen sind von langer Hand geplant worden", wirft BI-Sprecher Dr. Alwin Schuster der Verwaltung vor. Denn bereits 2013 sind dort junge Bäume  zwischen die alten Exemplare gesetzt worden. Die haben allerdings in der Mozartstraße schwerste Bedingungen. Zum einen sägten Unbekannte von mehreren Junglinden die Spitzen ab, zum anderen haben sie durch die benachbarten Altbäume kaum Platz, um ein gesundes Wachstum zu entwickeln. "Das werden nie richtige Bäume", sagte Barbara Nöbel, die sich seit Jahrzehnten für den Baumschutz in Schildow einsetzt. Schildows Ortsvorsteherin Silvia Gaideck (parteilos) zeigte sich entsetzt von dem Baumfrevel. Joana Ohme, die für die Bündnisgrünen im Gemeindeparlament sitzt, wunderte sich  am Montagabend im Schildower Ortsbeirat, dass nach der Begehung "plötzlich 13 Bäume wieder gesund sind". Sie glaubt, dass fast alle Altbäume stehen bleiben können. Hartmut Lackmann (Linke) sprach sich trotz des erhöhten Pflegeaufwandes  für den Erhalt des gesamten Altbestandes aus, wenn die Standfestigkeit gesichert sei. Für ihn haben die Altbäume einen wesentlich höheren ökologischen Wert als die Jungbäume. Er schlug vor, einen unabhängigen Gutachter zu beauftragen, alle Bäume zu prüfen und dann zu entscheiden. Diesem Vorschlag folgte der Schildower Ortsbeirat einstimmig.
Der Umweltausschuss befasst sich am 27. Januar mit dem Thema.