Doch sowohl die Veranstalter als auch der Landkreis interpretieren die vom Verwaltungsgericht getroffene Entscheidung im Eilverfahren genau gegensätzlich. Der Kreis geht nach wie vor davon aus, so Pressesprecherin Constanza Gatzke, dass der Richter dem Eilverfahren  gefolgt ist und damit weder Zelte noch Zäune gestellt werden dürfen. Wolfgang Kunwald als Pressesprecher der Gegenseite sieht das eben nicht so. "Ich gehe davon aus, dass der Richter die Ordnungsverfügung mit einer aufschiebenden Wirkung versehen hat und somit das Festival in geplanter Art stattfinden kann."
Da bislang beiden Seiten die schriftliche Ausfertigung des Beschlusses nicht vorliegt, ist also weiter alles offen. Das bestätigt auch Constanze Gatzke, wobei sie extra betont, dass die Auftritte der Bands davon nicht betroffen seien. "Wir wollen nicht die Musik verbieten, aber wir wollen endlich eine Rechtssicherheit, was das Umfeld betrifft." Sie geht davon aus, da es sich um ein Eilverfahren handelt, und dass bis Ende der Woche der Schriftsatz vorliegt. "Dann werden die Juristen sehen, wie entschieden worden ist." Darauf setzt natürlich auch Kunwald.