Gerade Menschen, die Probleme mit einer Sucht haben, leiden mehr denn je unter den Einschränkungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt. Das traf auch die Mitglieder oder besser gesagt, die regelmäßigen Besucher des Selbsthilfevereins „No Alc“ in Oberhavel. Dabei handelt es sich um Menschen, denen es in der Vergangenheit außerordentlich schwer gefallen ist, mit dem Alkohol auf gesunde und genussvolle Weise umzugehen, wie Manfred Schlesier vom Management des Vereins berichtet.

Gesundheitliche und auch soziale Probleme

Das habe nicht selten dazu geführt, dass viele Mitglieder mit schweren gesundheitliche Problemen zu kämpfen haben. Doch auch die soziale Komponente einer solchen Abhängigkeit dürfe nicht vergessen werden, wenn durch den Alkoholgenuss das soziale Verhalten in der Familie oder der Gemeinschaft beeinträchtigt werde.
Deshalb freut sich Schlesier umso mehr, dass nun auch wieder die regelmäßigen Treffen stattfinden können. Den Auftakt machte ein Sommerfest rund um das Gelände der Alten Kapelle in Leegebruch, wo sich fast 30 Mitglieder des Vereins sowie Gäste der Sekis, der Caritas in Oranienburg und aus dem Krankenhaus Hennigsdorf trafen. „Ich danke dem Leegebrucher Bürgermeister, dass er uns dieses Zusammensein ermöglicht hat“, so Schlesier.

Regelmäßige Treffen werden jetzt wieder angeboten

„Denn damit wollen wie signalisieren, dass wir auch künftig wieder für unsere Mitglieder und alle Hilfesuchenden da sind.“ Es habe sich gezeigt, dass es einen Gesprächsbedarf zur Bewältigung der Alkoholkrankheit gebe und diese Runden eine Möglichkeit seien, um aus dem Miteinander Kraft zu schöpfen, diesen Weg ohne Alkohol weiter zu gehen, so Manfred Schlesier.
Wer mehr über die Arbeit des Vereins erfahren oder mit „No Alc“ in Verbindung treten möchte, kann dies entweder telefonisch unter der 0163 8816058 oder per E-Mail unter kontakt@NoAlc-e.V.de tun.