Zunächst werden die Seitenstreifen provisorisch verbreitert, damit mehr Platz für den Fahrzeugverkehr vorhanden ist. Denn auf der A 10 soll auch während der Bauphase der Verkehr zweispurig in beide Richtungen fließen. Vorgesehen ist Tempo 80. Die Verbreiterung hat zur Folge, dass auch Brücken abgerissen werden, weil die Pfeiler im Weg stehen. „Voraussichtlich Ende Juni erfolgt der Abriss der Brücke am Zehnrutenweg“, kündigte Deges-Projektleiter Sven Tesanovic an. Spätestens Ende 2020 – dann soll der Streckenabschnitt ausgebaut sein – wird die neue Brücke, die nicht als Autobrücke konzipiert ist, zur Verfügung stehen. Mit genauen Daten hielt sich Tesanovic mit Verweis auf das laufende Planfeststellungsverfahren für die Überquerung noch zurück. Ursprünglich sollte die Brücke ersatzlos abgerissen werden. Vor dem Oberverwaltungsgericht einigte sich die Gemeinde mit dem Land aber auf einen Vergleich, nach dem die Überführung doch erneuert werden muss.
Zuerst wird die Fahrbahn in Richtung Berlin ausgebaut. Beginn ist voraussichtlich im Juli. Gleichzeitig werden die neuen Brückenwiderlager und Fundamente errichtet. Zwölf Monate sind für dieses Bauphase geplant.
Auch auf der Landesstraße 21, die zwischen Summt und Mühlenbeck die Autobahn unterquert, wird es Einschränkungen geben. Der Verkehr soll während der Bauarbeiten mit einer Ampel geregelt werden. Derzeit nutzen täglich rund 9 000 Fahrzeuge die Landesstraße durch Mühlenbeck. Zur Brücke in Buchhorst sagten die Bauherren nichts. Vermutlich wird dort ähnlich wie auf der L 21 verfahren. Genaue Details wollen Deges und die Baufirma auf einer Einwohnerversammlung bekanntgeben. Ein Termin steht aber noch nicht fest.
Die bei Mühlenbeck geplanten Lärmschutzanlagen würden ebenfalls in den nächsten zwei Jahren errichtet, sicherte Tesonovic auf Nachfrage zu.
Der nördliche Berliner Ring soll in den kommenden viereinhalb Jahren bis zum Dreieck Havelland sechsspurig ausgebaut werden. Auf der A 24 wird die Autobahn ab dem Dreieck bis Neuruppin grundhaft erneuert. Der Bund investiert 650 Millionen Euro in die Maßnahme. Weitere 750 Millionen Euro bekommt die Havellandautobahn in mehreren Trancen für den Betrieb und die Instandhaltung der Strecke. Der Vertrag gilt 30 Jahre.
Der Abschnitt bei Birkenwerder wird Ende 2020 in Angriff genommen. (zeit)